Kultur lebt auch von Bewegung. Über den Neubau des Kulturzentrums Mattersburg.

Von Wolfgang Millendorfer. Erstellt am 10. Juli 2019 (02:58)

Eine Zeitlang standen die Wetten nicht schlecht, dass der Neubau des Kulturzentrums Mattersburg als sprichwörtliche „unendliche Geschichte“ in die burgenländischen Geschichtsbücher eingehen hätte können. Manche (Gegner) munkelten sogar, dass der ehrwürdige Bau komplett aus dem Stadtbild verschwinden und nie wieder geöffnet werden könnte.

Fünf Jahre nach der Schließung zeigt sich nun eindeutig, dass „was weitergeht“: Spätestens als der erste Bagger auffuhr, waren die letzten Zweifel zerstreut. Es geht los, es wird neu gebaut und – hält der Zeitplan des Landes – in zwei Jahren wiedereröffnet.

Verständlicherweise meldeten sich mit dem Beginn des Abbruchs auch die Kritiker wieder zu Wort, die bis zuletzt auf ein „Einlenken“ gepocht hatten: Zu wertvoll sei die Bausubstanz, zu wichtig die Symbolik des „guten, alten“ KUZ. Dem hält das Land entgegen, dass man zum einen in Abstimmung mit dem Denkmalschutz agiert und zum anderen versucht habe, viele Meinungen einzubinden. Und: Es habe irgendwann einmal eine Entscheidung gebraucht.

Die Entscheidung ist gefällt, die Arbeiten sind im Gang. Also kann man jetzt „nur“ mehr nach vorne schauen. Denn ein neues Kulturzentrum ist immer noch besser als eine unendliche Beton-Ruine.