„KUZ“ soll kein Luftschloss sein. Richard Vogler über das Projekt Kulturzentrum Mattersburg.

Von Richard Vogler. Erstellt am 31. Januar 2018 (05:01)

Dass der geplante Neubau des Kulturzentrums Mattersburg den Beinamen „unendliche Geschichte“ trägt, kommt nicht von ungefähr: Seit 2014 ist der frühere Vorzeige-Bau geschlossen, den Abriss-Plänen folgten heftiger Widerstand und schließlich ein neues Konzept.

Obwohl die Ausschreibungen für den Groß-Umbau bereits verlautbart wurden, sind in Mattersburg lange keine Bagger in Sicht. Als Nachfolger von Landesrat Helmut Bieler lässt Hans Peter Doskozil das Projekt nun nochmals prüfen – sprich: neu aufrollen.

Der Ausgang ist ungewiss. Ob und wann gebaut wird, soll sich zeigen. Wer aber Doskozil aus seiner Zeit als Polizeidirektor und Verteidigungsminister kennt, der weiß, dass er es versteht, Vorhaben konsequent umzusetzen. Das ist unterm Strich auch dem Kulturzentrum zu wünschen. Denn zum einen ist es nicht nur an der Zeit, dass rund um das einst ehrwürdige Haus Ruhe einkehrt, sondern auch Zeit für eine Entscheidung. Solange das „gute alte KUZ“ noch einen gewissen Status als Identifikations-Symbol für die Bezirkshauptstadt halten kann.