Erstellt am 06. Juni 2018, 04:55

von Richard Vogler

Menschen und Natur schützen. Richard Vogler über Rodungsarbeiten entlang der Bahndämme.

Wo Bäume gefällt und Pflanzen umgeschnitten werden, sind die Kritiker oft nicht weit. Und das ist wohl auch gut so – im Sinne des Naturschutzes und der schönen Landschaft, auf die man stolz ist. Deshalb haben sich die Rodungen, die von den ÖBB entlang der Bahndämme durchgeführt werden, auch längst zum „Aufreger-Thema“ entwickelt: Nach Protesten in der Bezirkshauptstadt wegen der optischen Einschnitte kritisieren jetzt Anrainer in Bad Sauerbrunn die aus ihrer Sicht „rücksichtslosen“ Rodungen zur Brutzeit heimischer Vogelarten.

Dabei haben die Bundesbahnen ein gewichtiges Argument auf ihrer Seite: die Sicherheit. So wird immer wieder betont, dass die Pflanzen aufgrund früherer Sturmschäden einfach entfernt werden müssen, um den reibungs- und gefahrlosen Zugverkehr zu sichern.

Dass da der Eindruck radikaler Abholz-Aktionen entstehen kann, haben die Reaktionen aus der Bevölkerung gezeigt. Hier wünscht man sich zum einen ein behutsameres Vorgehen. Zum anderen wünscht man sich mehr Information und Kommunikation. Und über beides muss man reden können …