Nach der Krise an Zukunft denken. Über den Rückgang des Verkehrsaufkommens in Corona-Zeiten.

Von Richard Vogler. Erstellt am 04. Juni 2020 (02:41)

In fast allen Bereichen gibt es die bekannten zwei Seiten der Medaille. Bei der Krise rund um Covid-19 überwiegen mit Sicherheit die negativen Aspekte. Blickt man genauer hin, findet man aber auch in der Corona-Krise positive Punkte: Entschleunigung, mehr Zeit für die Familie oder auch ein Aspekt, den eine Untersuchung des Verkehrsklub Österreich nun untermauert: der merkliche Rückgang des Verkehrsaufkommens.

So hat sich laut aktuellen Daten der Verkehr auf der S4, der Mattersburger Schnellstraße, an Werktagen halbiert, am Wochenende gab es sogar einen Rückgang um zwei Drittel. Ähnlich ist die Lage auf der S31, wo unter der Woche um 44 Prozent weniger Fahrzeuge unterwegs waren und am Wochenende ebenfalls um zwei Drittel weniger.

Das mag bei der doch relativ schnellen Rückkehr zur normalen „Geschwindigkeit“ in der Gesellschaft nur wie der sprichwörtliche kurzfristige und kleine Tropfen auf den heißen Stein wirken. Aber dennoch: Es ist auch ein Zeichen, dass weniger oft mehr sein kann. Auf jeden Fall sollte jeder für sich die Beobachtungen und Entwicklungen der vergangenen Wochen als Denkanstoß sehen und künftig mehr auf Nachhaltigkeit achten.