Neue Töne auf neuen Wegen. Über die Zukunft der Festivals in Wiesen.

Von Wolfgang Millendorfer. Erstellt am 08. Januar 2020 (02:51)

Jeden Sommer wird auf ein Neues darauf verwiesen, dass man das Festivalgelände in Wiesen international kennt und dank seiner malerischen Lage und dem Herzblut, das da hinter den Kulissen fließt, mehr als nur schätzt. Das gilt wohl auch noch im Sommer 2020 – wenngleich sich die Zeiten zweifelsohne geändert haben.

Während das Festgelände auf den nächsten Halbrunden zugeht (2021 sind es bereits 45 Jahre), hat sich nicht nur in den wechselnden Partnerschaften viel bewegt, sondern vor allem auch in den Spielregeln der Branche: noch dichter der Konzertkalender, noch umkämpfter – und damit oft noch teurer – die Künstler.

Umso bemerkenswerter war der Schritt der Veranstalter-Familie Bogner, als man beschloss, wieder auf eigene Faust in Wiesen Programm zu machen. Herzblut war mehr denn je gefragt. Der nächste logische Schritt ist bereits erfolgt und soll auch den Weg in die Zukunft weisen: Kooperationen mit (Co-)Veranstaltern sollen ausgebaut werden; mit neuen Partnern bringt man neue Events in die ehrwürdige Location. Dass dabei mitunter auch neue Töne angeschlagen werden, spricht für das Programm und für die Vielfalt, die in Wiesen schon seit jeher mit Überzeugung gelebt wird.