„Rathaus-Traum“ soll nicht platzen. Über die Commerzialbank und das geplante Impulszentrum.

Von Richard Vogler. Erstellt am 23. Juli 2020 (04:36)

Der Bilanz- und Finanzskandal um die Commerzialbank hat den Bezirk im wahrsten Sinn des Wortes erschüttert: Zum einen müssen sich unzählige Kundinnen und Kunden Sorgen um ihr Erspartes machen; zum anderen standen die Bank und ihr Gründer Martin Pucher seit jeher im Zusammenhang mit zahlreichen Initiativen und Projekten rund um Mattersburg.

In der Bezirkshauptstadt selbst wackelte mit der Schließung der Bank auf den ersten Blick auch der Bau des Impulszentrums in der Michael-Koch-Straße: Dort wollte die Commmerzialbank ihr Projekt einer Zentrale, kombiniert mit dem neuen Rathaus und Wohnungen, umsetzen.

Aus der Bankzentrale wird jetzt nichts. Der Bauherr – die Pannonia Consult – will aber unbedingt umplanen und das Rathaus errichten. Die „Hürde“ dabei: Teile der Grundstücke gehören der Commerzialbank – der Masseverwalter entscheidet. Auch die Stadtgemeinde gibt sich in der Frage aktuell etwas defensiv: Man will abwarten, wie sich die Causa entwickelt. Eines kann man mit Sicherheit sagen: Es wäre mehrfach schade, wenn das Rathaus dort nicht seinen neuen Platz findet. Auf den Standort in der Koch-Straße hoffte die Bevölkerung auch, nicht zuletzt um das Straßen- und Ortsbild zu verschönern.