Rittern um die Mandate. Bettina Eder über den Wahlkampf in Mattersburg.

Von Bettina Eder. Erstellt am 05. Juli 2017 (05:15)

Mit den Flugzetteln und Parteizeitungen, die in den vergangenen Wochen und Tagen in die Häuser der Bezirkshauptstadt flatterten, ist nun jedem klar: Der Ton wird rauer, der Wahlkampf ist endgültig in Mattersburg angekommen. Nervosität macht sich breit. Denn der Ausgang der Wahl ist aus zwei Gründen noch unvorhersehbarer als sonst.

Denn zum einen ist nicht absehbar, ob und in welchem Ausmaß, der Nationalratswahlkampf in die Gemeinde hineinspielt. Jede Partei hofft, dass zwar die Strahlkraft des eigenen Bundeschefs – aber nicht die Bundesthemen – die eigene Gemeinde erreichen. Und zum anderen ist in Mattersburg, so wie es derzeit aussieht, eine Partei mehr im Spiel. Die FPÖ hat ihre Kandidatur bereits angekündigt. Damit würden , falls die von der FPÖ abgespaltene Liste Zukunft Mattersburg ebenfalls wieder antritt, sechs Parteien um die 25 Mandate (derzeit SPÖ 14, ÖVP 7, Grüne 2, LZM 2) rittern.

Die Karten würden damit neu gemischt und schaffen es tatsächlich alle in den Gemeinderat, dann könnte unter Umständen sogar die Absolute der SPÖ wackeln.