Die Entwicklung zur Top-Adresse. Über aktuelle Perspektiven in der Fußballakademie.

Von Martin Plattensteiner. Erstellt am 15. Mai 2019 (01:55)

3:0 U15, 3:2 U16, 4:2 U18 – in allen Altersklassen setzte sich die Fußballakademie (AKA) Burgenland am Samstag gegen Rapid durch. Das ist historisch, aber mittlerweile nicht mehr nur eine Sensation, sondern das logische Produkt aus mehreren Faktoren.

Den Youngsters steht in Mattersburg eine Infrastruktur mit internationalen Standards, ähnlich wie in Salzburg, zur Verfügung.

Langsam, aber sicher, setzt sich die Akribie des Betreuerstabs durch. Punkto Taktik und Athletik hat sich Rot-Gold auf Augenhöhe zu den Top-Klubs entwickelt.

Hinzu kommt auch noch die Auswahl der AKA-Kicker. Noch vor kurzer Zeit unkten Kritiker, dass in den Kadern der Teams schon weniger Burgenländer als „Auswärtige“ zu finden sind. Vielleicht spricht da auch eine Portion Neid mit. Drei Beispiele: Matej Brocic (U18, kam vom SC Simmering), Anil Celik (U16, Vienna) oder Lazar Erak (U15, Schwechat) fielen keinem Scout der Großvereine Austria, Rapid oder Admira auf. Dort, wo nach den Super-Technikern gesucht wird, durften sie sich nicht präsentieren. Aus diesem Grund bewerben sich Talente aus dem Osten im Burgenland, wo eine faire Chance garantiert wird.

Den einen oder anderen wird man hoffentlich früher oder später im Dress der Mattersburg-Profis sehen. Denn nicht nur Dribblanskis sind in einem Bundesliga-Team nötig, sondern auch Systemspieler, die sich mit ehrlichem Handwerk am Platz zerreißen.