Ein Abstieg mit viel Anstand

Martin Ivansich über die turbulente BVZ Burgenlandliga-Saison des SV Schattendorf.

Martin Ivansich
Martin Ivansich Erstellt am 07. Juni 2017 | 12:06
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Schattendorf hätte sich die Saison sicher anders vorgestellt. Die Euphorie des Aufstiegs aus der 2. Liga Mitte machte rasch dem beinharten Abstiegskampf Platz. Und der war zur Saison-Halbzeit auch schon praktisch vorbei. Nur zwei Punkte holte der SVS in der Hinrunde. Das Thema Klassenerhalt war also nach dem Herbst de facto vorbei. Dementsprechend verliefen die Planungen des Vereins in der Winterpause. Im Hinterkopf hatte der Klub bereits die 2. Liga Mitte. Punktuell wurde der Kader verändert und dieser soll auch großteils in der kommenden Saison zusammenbleiben. Trotz praktisch aussichtsloser Lage gaben sich Kapitän Alex Bernhardt und Co. im Frühjahr nicht auf und konnten bislang drei Siege einfahren und zwölf Punkte holen. Zuletzt gelang sogar ein echter Höhepunkt. Die Schattendorfer holten beim Meister, den SVM Amateuren, mit 3:2 den ersten Auswärtssieg. Und damit hat sich das Schlusslicht sogar noch ein persönliches Endspiel ermöglicht. Weil der Vorletzte, Leithaprodersdorf, spielfrei ist, kann Schattendorf diesen mit einem Sieg gegen Neuberg noch einholen und die Rote Laterne abgeben. Auch wenn man in Schattendorf von einer verkorksten Saison sprechen muss: Moral hat man bewiesen. Und die kann in der kommenden Saison — in der man wieder vorne mitmischen will — viel wert sein.