Ein Heimrecht ist eben nicht alles. Über das Scheitern der Mattersburger Rocks im Semifinale der 2. Bundesliga.

Von Martin Ivansich. Erstellt am 17. April 2019 (01:22)

Die Rocks sind — wie im Vorjahr — im Semifinale gescheitert. Während man letzte Saison als Außenseiter ins Duell mit dem späteren Meister Vienna Timberwolves ging, war man heuer gegen St. Pölten Favorit. Immerhin standen die Rocks nach dem Ende des Grunddurchgangs an der Spitze und sicherten sich damit den vermeintlich großen Vorteil des Heimrechts in einem möglichen Entscheidungsspiel. Außerdem siegte man in beiden Grunddurchgangs-Duellen gegen St. Pölten. Dementsprechend groß war die Zuversicht, diese Hürde auch zu meistern. Das gelang letztlich nicht. Schon im Auftaktspiel daheim lief es nicht rund — die Rocks waren praktisch von Beginn weg im Rückstand, am Ende verlor man 79:83. Auswärts konnte man zwar gewinnen und sich in das Entscheidungsspiel retten. Dort hielten die Rocks dem Druck aber nicht stand, 68:77.

Was neben einer großen verpatzen Titelchance – eine rein burgenländische Finalserie gegen die Blackbirds Jennersdorf wäre es übrigens geworden – bleibt? Die Erkenntnis, dass in den Play-Offs tatsächlich alles bei Null startet. Das Heimrecht nach einem starken Grunddurchgang mag ein Vorteil sein, entscheidend ist aber das punktgenaue Abrufen des Potenzials. Nur das muss in so einer Phase der Meisterschaft passen.