Eine Chance, aber kein Selbstläufer. Über interessante Vorzeichen im Titelkampf der 2. Liga Mitte.

Von Dietmar Heger. Erstellt am 29. Januar 2020 (01:42)

Nach dem überlegenen Meistertitel durch die FSG Oberpetersdorf/ Schwarzenbach im vergangenen Sommer tat man sich auf der Suche nach einem Nachfolger für die Saison 2019/2020 in der 2. Liga Mitte schon erheblich schwerer. Mehrere aussichtsreiche Kandidaten wie Vizemeister Schattendorf, die im Frühjahr bärenstarken Lockenhauser oder die eingespielten Truppen aus Oberpullendorf und Pilgersdorf wurden des Öfteren genannt. Von diesem Quartett blieben vor dem Frühjahr eigentlich nur die beiden Letztgenannten übrig, weil Schattendorf und Lockenhaus die Form nicht in den Herbst retten konnten.

Oberpullendorf nahm sich mit einer turbulenten Winterpause, samt Totalumbau des Vereins und neuer Ausrichtung zu jungen Spielern, wohl selbst aus dem Rennen. Bleibt vom sommerlichen Favoritenkreis nur noch der USC Pilgersdorf. Dieser war lediglich mit dem Ziel gestartet, vorn mitzumischen. Die Chance erstmals in die höchste Spielklasse des Landes aufzusteigen, machte allerdings Lust auf mehr, wie die Heimkehr von Gabor Markus und die Verpflichtung von Martin Bartucz beweisen. Das Aufstiegsziel wird nun auch klar kommuniziert. Der Haken: Still und heimlich haben sich Oberloisdorf, Draßmarkt und auch Rohrbach als Rivalen etabliert. Die Chance für den USC, Historisches zu schaffen, ist also groß. Sie ist aber kein Selbstläufer.