Mehr Karten? Kein Problem!. Alfred Wagentristl über die Möglichkeit, künftig im Fußball härter durchzugreifen.

Von Alfred Wagentristl. Erstellt am 29. März 2017 (05:57)

Immer öfter erlebt man als Sportplatzbesucher taktische Fouls als Selbstverständlichkeit in einem Spiel. Auch steht – nennen wir sie – „übertriebene Härte“ gegen spielerisch überlegene Gegner an der Tagesordnung auf unseren Plätzen. Leise Coachings von der Seitenlinie wie „Ball und Bube“ oder„nimm den Ellbogen hoch“ sind keine Seltenheit.

Nur zur Klarstellung: Dieser Kommentar richtet sich in keinster Weise speziell an den in Pinkafeld zugezogene Schädelbruch von SVM Amateure-Spieler Dukagjin Karanezi, doch der folgenschwere (unglückliche) Zweikampf war der Anstoß dafür. Die Verantwortung der viel zu viel gescholtenen Schiedsrichter ist nach so einem Drama wieder ins Bewusstsein von uns Fußballfans gerückt. Schärferes Durchgreifen, sprich mehr Karten, würde der Attraktivität des Spiels doch nicht schaden.

Technisch außergewöhnlich gute Spieler werden systematisch abmontiert, was zur Folge hat, dass diesen irgendwann das „Häferl übergeht“ und sie selbst den Platz verlassen müssen (siehe zuletzt SVM-Amateur Christoph Halper). Kein Ruhmesblatt für die Primgeiger, aber menschlich nachvollziehbar. Was wäre, wenn es mehr Gelb-Rote geben würde? Was wäre, wenn dann und wann Acht gegen Acht zu Ende spielen würden? Dem Fußball würde es nicht schaden — und den Knöcheln auch nicht.