Nächster Schritt ist sehr wichtig. Didi Heger über die Notwendigkeit einer professionelleren Nachwuchsförderung.

Von Dietmar Heger. Erstellt am 03. Januar 2019 (02:16)

Burgenlands Tennis-Cracks konnten sich 2018 über einige Erfolge freuen. Für Highlights sorgten die Senioren in Person von Clemens Weinhandl, der als Nummer eins der 45+-Weltrangliste überwintert, und die 35+-Mannschaft des UTC Neudörfl, die den Österreichischen Meistertitel holte. Internationale Titel im Doppel gab es für David Pichler und Michael Frank.

Eines haben die beiden BTV-Aushängeschilder mit vielen anderen hoffnungsvollen Talenten im Burgenland gemeinsam. Wollen sie im Spitzensport weiter Fuß fassen, muss ihr Umfeld viel Eigeninitiative zeigen. Denn anders als beim Fußball gibt es derzeit kein Leistungszentrum, das die Jugendlichen auf ihrem Weg zum möglichen Profi unterstützt.

Ein Umstand, der schnellstmöglich behoben werden muss. Denn der Tennissport in unserem kleinen Bundesland boomt, was die Zahlen der abgelaufenen Meisterschaft (Anm.: 4.636 Lizenzspieler) belegen. Um die Breite braucht man sich demnach keine großen Gedanken machen. Um die Spitze umso mehr. Hier braucht es die nötige Basis. Österreichs Nummer eins, Dominic Thiem, hat zwar vorgezeigt, dass man auch abseits von Verbandsstrukturen Erfolg haben kann. Dennoch ist dieser Fall eher die Ausnahme denn die Regel – und mit hohem persönlichen Risiko sowie Aufwand verbunden. Gerade deshalb bleibt zu hoffen, dass dem engagierten BTV-Funktionärsteam 2019 ein entsprechender Struktur-Coup gelingt.