Schreckgespenst Zwangsabstieg. Über einen 2. Liga Mitte-Titelkampf mit speziellen äußeren Einflüssen.

Von Dietmar Heger. Erstellt am 26. Februar 2020 (00:54)

Die Aufstiegsfrage in der 2. Liga Mitte ist heuer sehr speziell. Nicht nur, dass sich aufgrund der Ausgeglichenheit der Liga wohl zumindest die Top-Sechs Hoffnungen auf den Gang in die Burgenlandliga machen dürfen, bringen die Statuten des Verbandes jetzt noch zusätzlich Brisanz in die Titelfrage. Denn die Plätze von Herbstmeister Oberloisdorf und des Dritten aus Draßmarkt verfügen nicht über jene Mindestmaße von 100 x 64 Metern, die in der Landesliga erforderlich sind. Dass in der Regionalliga Ost, also noch eine Spielklasse höher, diese Maße nicht gelten und beide Mittelburgenländer mit ihren Spielwiesen damit in der dritthöchsten, aber eben nicht in der vierten Liga spielen dürfen, lässt viel Raum für Diskussionen.

Alles schon gesehen in der Causa SV Sigleß, welcher 2014/2015 Meister wurde, dann aus dem selben Grund nicht aufsteigen durfte. Mit dem Unterschied, dass nun laut adaptierten BFV-Satzungen (die 2017/2018 geändert wurden, um vorzubeugen, dass Meister „einfach so“ nicht aufsteigen wollen) bei einem Aufstiegsverzicht der Zwangsabstieg droht. Ein unglückliches Szenario, da hier die Schuld nicht zwingend bei den Vereinen liegt. Der BFV-Vorstand wird sich der Problematik nun annehmen. Zu wünschen wäre es, dass rasch für Klarheit gesorgt wird. Denn bleiben die Bestimmungen so, müssen zwei Klubs höllisch aufpassen nicht Erster zu werden – und das würde die Meisterschaft schwerst verfälschen.