Sehr positiver Domino-Effekt. Über Schritt für Schritt der Akademie-Entwicklung.

Von Martin Plattensteiner. Erstellt am 12. Februar 2020 (02:13)

Die sportliche Entwicklung in der Fußballakademie Burgenland zeigt, dass den Talenten immer mehr Möglichkeiten gegeben werden, sich für höhere Aufgaben zu empfehlen – und zwar geplant, nicht aus der Not heraus. War es einst Usus, bei personellen Engpässen jüngere Spieler hochzuziehen, so steckt hinter diesem Prozedere jetzt ein System. Während der aktuellen Vorbereitung durften etwa einige U18-Akteure des Jahrgangs 2003 nicht nur gnadenhalber bei den SVM-Amateuren mitmachen, sondern wurden gezielt an die künftigen Profi-Anforderungen herangeführt.

Das hatte wiederum zur Folge, dass jene U16-Youngsters, denen man den Sprung zur U18 schon zutrauen kann, ebenfalls mit und gegen jahrgangshöhere Kicker zum Einsatz kamen. Die Folge ist ein Domino-Effekt im positiven Sinn. Umso früher Top-Talente in allen sportlichen Belangen voll gefordert werden, desto rascher reifen sie zu jungen Stammspielern, die auch schon über wertvolle Erfahrungen verfügen. Nicht jeder schafft es in die Bundesliga. Doch gilt: Alles Erlernte bleibt in den Beinen und somit dem Fußballsport erhalten. Mehr als ein Indiz, dass beim SV Mattersburg verstärkt auf eigene Ressourcen gesetzt wird, ist, dass in der aktuellen Transferperiode kein einziger Neuer geholt wurde. Die Sache mit dem Vertrauen in die heimische Ausbildung gedeiht also.