„Staats“ müsste auch sichtbar sein. Über die Staatsmeisterschaft im Straßenradsport.

Von Malcolm Zottl. Erstellt am 25. Mai 2020 (05:33)

Die nationale Radsport-Elite zu Gast im Burgenland – das ist zumindest der Plan, der in der Schublade liegt. Ob am 22./23. August im Raum Lutzmannsburg und Mattersburg tatsächlich die Staatsmeister ermittelt werden können, hängt von den Auflagen in der Corona-Krise ab. Diese Unsicherheit bleibt bis auf Weiteres. Sportlich gesehen haben die nationalen Titelkämpfe zumindest bei den Herren nicht die oberste Priorität. In den Wochen danach folgen alle prestigeträchtigen Rundfahrten und Eintagesklassiker.

Form testen oder doch lieber Kräfte schonen für die internationalen wichtigen Aufgaben wird für die Top-Athleten die Frage sein. Neben dem rot-weiß-roten Staatsmeister-Trikot fahren die heimischen Asse schließlich auch um das Teamtrikot für die kommende Saison. Damit das überhaupt möglich ist, braucht es vor allem in Krisenzeiten eine professionelle Präsentation der Rennstall-Sponsoren. Damit die Staatsmeisterschaft in dieses Spannungsfeld passt, braucht es entweder Zuseher im Start-Ziel-Bereich und/oder eine breite mediale Plattform.

Um das zu schaffen, braucht es die Werbetrommel, um diese rühren zu können, braucht es wiederum Planungssicherheit. Diese Umstände machen es schwierig. Nur mit der nötigen öffentlichen Wahrnehmung macht die Staatsmeisterschaft Sinn. Professioneller Sport muss sichtbar sein – im Fußball genauso wie im Radsport.