Unterm Strich ist es bedenklich

Alfred Wagentristl über das bundesweite Abschneiden unserer U14-Burschenauswahl.

Alfred Wagentristl
Alfred Wagentristl Erstellt am 11. Oktober 2017 | 02:34
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Fokus Bundesländer-Nachwuchsmeisterschaft der U14-Teams: Das 1:8 (!) im Rohrbacher Gansbärenstadion gegen Oberösterreich am Samstag war ernüchternd. Die Auswahl der vermeintlich größten Talente des Landes ging komplett unter.

Drei Spiele wurden bisher gespielt, alle gingen verloren. In den vergangenen drei Jahren belegte unsere U14 zweimal den letzten und einmal den drittletzten Platz der Tabelle der neun Bundesländer. Fast die Hälfte der diesmal in den Kader berufenen Talente spielt bei Bundesligist SVM. An der sportlichen Ausbildung wird es da nicht scheitern – umso interessanter ist die Ursachenforschung für das Dilemma.

Dass sich Trainer Rainer Messetler die Sache nicht einfach macht, ist für alle Insider Fakt. Seine Youngsters spielen ihm zufolge ein „ängstliches“ Spiel, doch jeder, der „Messi“ an der Linie kennt, weiß, dass er sicher kein „Angstmacher“ ist. Die Burschen kommen einmal die Woche zu einer Einheit zusammen, was auch die Konkurrenz nicht öfter macht.

Liegt es am Scouting der Kinder, dass Talente übersehen werden? Die Liste an Fragen ist lange und die Lösung ist nicht klar ersichtlich. Fix ist nur eines: Mit der bloßen Annahme, dass uns über Jahre hinweg bundesweit ständig die schwächsten Kinder zur Verfügung stehen, macht man es sich hier definitiv zu einfach.