War das jetzt die große Wende?. Alfred Wagentristl über das überwundene Tief beim ASV Draßburg.

Von Alfred Wagentristl. Erstellt am 12. Oktober 2016 (05:41)

Vor dem Wimpassing-Gastspiel in Draßburg konnte man eine gewisse Nervosität bei der Truppe von Trainer Josef Kühbauer feststellen. Immerhin hatten seine Kicker als Titelaspirant bereits sechs sieglose Wochen hinter sich und (ein sehr verärgerter) ASV-Präsident Christian Illedits drohte schon Konsequenzen an. Zweifellos wurde von Kalibern wie Lukas Mössner oder Patrick Derdak mehr erwartet als das bisher Gebrachte.

Die Wimpassing-Partie könnte alles zum Besseren drehen. Natürlich kann der 4:1-Erfolg nur ein Strohfeuer sein, doch irgendwie hatte man am Wochenende das Gefühl, der Turn-Around wurde geschafft. Einerseits war da eben das Erfolgserlebnis gegen den SV Wimpassing, andererseits am Sonntagvormittag das 70-Jahr-Jubiläum. In Summe war die Atmosphäre sehr gut und annähernd alle Spieler und Fans sprachen die letzten Tage von einer Aufbruchstimmung. Gut so. Den vielen auswärtigen Akteuren beim ASV sollte nämlich auch bewusst werden, dass sie Verantwortung gegenüber den treuen Fans haben. Spiele wie in Leithaprodersdorf (0:2) oder in Neuberg (0:3), wo Tugenden wie Laufbereitschaft und Leidenschaft großteils fehlten, passen da nicht ins Profil. Denn diese Elf des ASV steht von der Besetzung her einfach für Spektakel – und wenn es nicht spielerisch läuft, dann muss der Kampf einfach zu hundert Prozent stimmen.