(Un)krautfunding für die Wahlen. Bettina Eder über Glyphosat in den Gemeinden.

Von Bettina Eder. Erstellt am 02. August 2017 (05:45)

Seit Jahren sorgt der Einsatz des Unkrautvernichtungsmittels Glyphosat von der EU bis zu den Gemeinden für Diskussionen.

Umweltschützer und Verbraucher zitieren Studien, wonach das Mittel krebseregend sei; Befürworter halten mit anderen Studien dagegen. Während „Stadtpflanzen“ das Thema eher kalt lässt, gibt’s in unseren ländlichen Breitengraden durchaus hitzige Debatten, da das vor allem für einige Bauern und Hobbygärtner eine Herausforderung ist. Denn der Verzicht ist mit einem Mehraufwand verbunden. Den sind viele Gemeinden bereit zu leisten – nach und nach rüsten die Gemeinden um. Der Bezirk Mattersburg hinkt hier im Vergleich hinterher.

Erst acht der 19 Gemeinden arbeiten ohne das umstrittene Mittel (Neusiedl: 19 von 25 Gemeinden). Jetzt haben die Mattersburger SPÖ-Gemeindepolitiker das Thema für sich entdeckt und einen Verzicht zum Wahlkampfversprechen gemacht. Das ist eine der positiven Seiten der Wahlkampfzeit: Dinge werden doch noch umgesetzt bzw. angegangen, auch wenn sie schon lange bekannt sind.