Viel Weisheit bei den Weisen. Bettina Eder über die Sternsingeraktion in Mattersburg.

Von Bettina Eder. Erstellt am 11. Januar 2017 (07:16)

Gutes tun – mit diesem Grundgedanken sind Sternsinger in der Vorwoche von Haus zu Haus gegangen, um für Hilfsprojekte in Tansania zu sammeln. Viele der Kinder, die in den Kostümen von Kaspar, Melchior und Balthasar durch den kalten Winter stapften, waren mehrere Tage hintereinander unterwegs. Und das bei klirrender Kälte und einem eisigen Sturm, der ihnen die Umhänge um die Ohren wehte.

Ihre selbstlose Sammelaktion stieß in der Vergangenheit nicht bei jedem auf Freude. Vor allem in dichter besiedelten Wohngebieten bleiben Türen österreichweit immer öfter verschlossen. In der Stadt Mattersburg kam es dazu gar nicht. Warum? Weil es gerade in den großen Wohnsiedlungen, Schärfsiedlung, Hochhaus, Wienerstraße und in der Wassergasse die Sternsinger nur auf Abruf gab. Hintergrund war nicht die Angst vor verschlossenen Türen, sondern vielmehr die eigenen Kapazitäten: zu wenig Sternsinger und zu viele Wohnungen. Eine clevere Idee, die auch belohnt wurde. Die Weisen waren überall willkommen und sammelten trotz weniger Türen mehr Spenden als im Vorjahr.