Wenn Kinderlärm vor Gericht landet

Über den „Kindergarten-Streit“ in Bad Sauerbrunn.

Richard Vogler
Richard Vogler Erstellt am 01. Mai 2019 | 03:29
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Einen ersten Erfolg konnte die Gemeinde Bad Sauerbrunn im Gerichts-Streit rund um den neuen Kindergarten verbuchen: Ein Sachverständiger wies die Beschwerde einer Anrainerin zurück, die im Kinderlärm eine mögliche Gesundheitsgefährdung sieht. Die Anrainerin hatte gegen den Ausbau des Kindergartens und der Kinderkrippe geklagt und auch Brandschutzbestimmungen als Argumente vorgebracht. Auch hier soll ein Sachverständiger die Bedenken zurückgewiesen haben.

Mit dem Anrainer-Einspruch wurde vor Gericht aber auch erwirkt, dass die Baugenehmigung nachträglich für nicht rechtskräftig erklärt wurde. Rein rechtlich läuft der Betrieb im Kindergarten also „illegal“, da die Gemeinde Bad Sauerbrunn trotzdem gebaut und eröffnet hatte.

Das Gerichtsverfahren zu diesem verzwickten Fall könnte sich noch über einen langen Zeitraum hinziehen. Die Anrainerin könnte als Beschwerdeführerin noch weitere Instanzen nützen. Bis man die Sache rechtlich endgültig geklärt hat, bleibt zu hoffen, dass der Betrieb gesichert ist. Denn Kinder sollten manchmal auch laut sein dürfen und man sollte ihnen nicht den Mund verbieten. Nach „Dienstschluss“ im Kindergarten kehrt dann ja ohnehin wieder Ruhe ein.