Savio-Verein: Einigung mit Gläubigern. Das Sanierungsverfahren ist fast beendet. Den Gläubigern werden 40 Prozent der Forderungen beglichen.

Von Richard Vogler. Erstellt am 21. November 2018 (04:00)
Dieser Artikel ist älter als ein Jahr
Günther Kroiss: „Für viele Unternehmen ist ein Konkurs ein Neubeginn und auch das Savio feiert die Auferstehung.“
Vogler

Im August wurde über den Verein Savio ein Konkursverfahren eröffnet. Nun ist die Sache vom Tisch, mit den Gläubigern wurde eine Einigung erzielt.

Offene Forderungen der Krankenkassa gaben den Ausschlag für das Konkursverfahren, das nun abgewickelt ist. Den Gläubigern werden 40 Prozent der Forderungen beglichen, 23 Prozent davon sofort. „Das Sanierungsverfahren ist sehr gut gelaufen. Auch angesichts der Tatsache, dass lediglich eine Mindestquote von 20 Prozent vorgesehen ist“, berichtet Masseverwalter Martin Beck. Der Sanierungsplan ist gerichtlich bestätigt. Es gibt noch eine 14-tägige Frist, Einspruch zu erheben – was in der Regel nur sehr selten vorkommt.

" „Der Grund für den Konkurs waren die Obdachlosen- und Jobprojekte sowie die anderen Gastronomieeinrichtungen wie das ehemalige Malibu und Segafredo"

Wie die BVZ bereits berichtete, war das Savio-Pub stets gewinnbringend. „Der Grund für den Konkurs waren die Obdachlosen- und Jobprojekte sowie die anderen Gastronomieeinrichtungen wie das ehemalige Malibu und Segafredo. Dort haben wir die Verluste gemacht“, berichtet Vereinsobmann Günther Kroiss. Fortan, so das Vorhaben von Kroiss, will sich der Verein also auf das Savio und die Tätigkeiten von „2getthere“, dem Lernzentrum konzentrieren. Rückblickend ist Kroiss bewusst, dass „wir sicherlich auch einige wirtschaftliche Fehler begangen haben. In diesem Bereich werden wir effizienter arbeiten. Für viele Unternehmen ist ein Konkurs ein Neubeginn und auch das Savio feiert die Auferstehung.“

Beim Savio-Pub, das im Jahre 2012 eröffnet wurde, werden neben den leitenden Personen Jugendliche beschäftigt. Während der sechs Jahre sammelten 120 Jugendliche Erfahrung im Job, aktuell sind zehn beschäftigt. „Am Anfang waren es zum Großteil Jugendliche, die keinen Job bekommen und bei uns Berufserfahrung sammeln können. Die Integration ins Arbeitsleben fällt somit leichter. In letzter Zeit haben wir immer mehr junge Mitarbeiter, die sich etwas dazu verdienen müssen, weil sich die Eltern die Lebenskosten nicht mehr leisten können“, so Kroiss.

Beim Savio-Pub will Kroiss aktuell nichts ändern. „Es läuft gut, wir werden die Öffnungszeiten ab 16 Uhr beibehalten“, so Kroiss abschließend. Und auch mit dem „2getthere“, dem Lernzentrum ist Kroiss zufrieden: „Es sind jeden Tag zwischen 30 und 40 Jugendliche vor Ort.“