Discobus entwickelt sich zum Flop: Folgt Jugendtaxi?. In Krensdorf wird der Discobus kaum genützt. Es wird nun in Erwägung gezogen, auf das Jugendtaxi umzusteigen.

Von BVZ Redaktion. Erstellt am 27. Oktober 2018 (03:34)
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Taxlerin erwies sich als ehrliche Finderin
APA (dpa/Symbolbild)

Im Rahmen der Gemeinderatssitzung am 10. Oktober wurde neben angenommenen Beschlüssen auch über Einsparungsmöglichkeiten beratschlagt. Im Vordergrund stand eine mögliche Streichung des Discobuses bei einer gleichzeitigen Einführung des Jugendtaxis.

Beim Bericht über die Sitzungen des Prüfungsausschusses brachte Gemeinderat Peter Grill das Thema „Discobus“ zur Sprache. Im Vorfeld getätigte Erhebungen haben gezeigt, dass die Krensdorfer Jugendlichen kaum Interesse an der Dienstleistung zeigen. Vize-Bürgermeister Gerald Jagschitz: „Eine Erhebung, wie viele Krensdorfer den Discobus benützen, hat nichts gebracht, denn meistens fuhr der Bus durch.“

Eine anschließende Diskussion wurde geführt, ob man mit Taxi-Gutscheinen des Projekts „Jugendtaxi“ nicht günstiger sei. In diesem Fall kauft die Gemeinde ein Kontingent von Gutscheinen. Der Gesamtbedarf soll festgestellt werden und dabei ermittelt werden, wie viel davon eine Person pro Monat bekommt. Bei dieser Aktion zahlt die Gemeinde die Hälfte der Summe. Für die restliche Summe kommt der jeweilige Fahrgast nach Fahrantritt auf. Wird ein Gutschein eingelöst, rechnet das Taxiunternehmen den Rest mit der Gemeinde ab. Einen genauen Zeitpunkt, seit wann der Vertrag mit dem „Discobus“ besteht, konnte Bürgermeister Karl Izmenyi nicht nennen. Der Ortschef berichtete aber, dass, „es den Bus sicher schon 10 bis 15 Jahre gibt. „14.000 Euro Ausgaben der Gemeinde stehen 1.400 Euro Fördergelder im Jahr gegenüber“, erklärt Bürgermeister Karl Izmenyi.

Grund für das mangelnde Interesse der Krensdorfer seien die frühen und starren Fahrzeiten.

Bürgermeister Izmenyi führt aus: „Die Jugendlichen finden die Fahrzeiten schlecht und wollen einfach flexibler sein.“Der Bürgermeister garantiert auf alle Fälle den Service von einer der beiden Fahrdienste. Eine Entscheidung ist bei der Sitzung nicht gefallen, bei der nächsten Gemeinderatssitzung soll die Entscheidung für den Discobus oder das Jugendtaxi fallen.

In der Gemeinde Antau ist man bereits vom Discobus auf das Jugendtaxi umgestiegen. Dort war das Jugendtaxi der ausdrückliche Wunsch der Jugendlichen und kommt gut an. Das weitere Vorgehen über einen möglichen Ausstieg des Vertrags der Krensdorfer mit Jahresende wird in der nächsten Gemeinderatssitzung Mitte Dezember beschlossen.