Schibetrieb bis jetzt nicht möglich. Krise Aufgrund der frühlingshaften Temperaturen war Beschneiung noch nicht durchführbar.

Von Judith Jandrinitsch. Erstellt am 03. Februar 2018 (05:10)
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Winter 2017: Im Vorjahr um die gleiche Zeit konnte auf der Schiwiese beschneit werden. Obmann Lukas Weghofer half als Schilehrer aus.
BVZ, JJ

Es ist wie verhext: Der Winter will und will nicht kommen. Das hat natürlich auch Konsequenzen für den Schiklub Wiesen, der das traditionelle Ski-Opening bis jetzt nicht vornehmen konnte.

„Wenn es jetzt nicht bald kalt wird, dann ist für uns die Saison eigentlich gelaufen"

Schiklub-Obmann Lukas Weghofer: „Wenn es jetzt nicht bald kalt wird, dann ist für uns die Saison eigentlich gelaufen. Denn die Semesterferien stehen vor der Tür, nach den Semesterferien sehe ich kaum noch die Chance, dass es so kalt wird, dass wir beschneien können.“ Damit die Schneekanone in Betrieb gehen kann, braucht es eine konstante Wetterphase mit zwei, drei Grad unter dem Gefrierpunkt. Erst dann funktioniert die künstliche Beschneiung auch tatsächlich.

Jubiläum musste bisher "schneelos" gefeiert werden

Dabei feiert der Schiklub heuer ein Jubiläum: Vor 15 Jahren wurde die über 300 Meter lange Schleppliftanlage in Betrieb genommen. Die feierliche Eröffnung fand 2003 statt, sie wurde auf den Namen Gaisrücken-Schilift getauft. Weghofers Vorgänger als Obmann des Schiklubs Thomas Pint kann sich nur schwer an einen Winter erinnern, der ähnlich warm war wie dieser. „Das muss irgendwann in den 1990 Jahren gewesen sein. Das genaue Jahr weiß ich nicht mehr, aber damals konnten wir auch nicht beschneien. Das war aber bis jetzt der einzige Winter, wo kein Kunstschnee möglich war“, erinnert sich Pint.

Mitgliedsbeiträge als Haupteinnahmequelle

Der Schiklub lebt von den Beiträgen seiner Mitglieder, nur wer dem Klub beitritt, kann auch den Schlepplift benutzen. Das gilt auch für auswärtige Gäste, denn die Beliebtheit der Schiwiese ist sehr groß.

Dabei musste der Schiklub heuer bereits tief in die Tasche greifen, das Seil für den Schlepplift musste erneuert werden. Der Schiklub bekommt von der Gemeinde eine jährliche Subvention von 3.000 Euro, Bürgermeister Matthias Weghofer steht hinter dem Klub und hält fest: „Wir haben dem Schiklub geholfen, das neue Seil anzukaufen. Dass das Wetter zu warm ist, ist ein Pech, aber das muss man akzeptieren, wie es ist. Zumindest erspart sich der Schiklub die Wasserkosten für die Beschneiung.“