Mattersburg

Erstellt am 13. März 2019, 04:29

von Richard Vogler

Ärger über „wilde“ Hunde bei Jägern. Mattersburgs Jagdleiter fordert ein, die Leinenpflicht einzuhalten. Ob freilaufende Hunde Rehe gerissen haben, ist nicht bewiesen.

Tote Rehe. Ein Reh wurde vor rund zwei Wochen tot aufgefunden. Eine große Bisswunde im hinteren Bereich deutet auf einen Hund hin. . Drei tote Rehe wurden Samstag vergangener Woche im Wald bei Forchtenstein aufgefunden   |  Privat

Dass der eine oder andere Hundebesitzer die Leinenpflicht nicht allzu ernst nimmt, steht außer Zweifel. Nach Vorfällen in letzter Zeit, die mit dem Verenden von Rehen in Zusammenhang gebracht werden, reichte es dem Mattersburger Jagdleiter Edi Jakubec.

„Wir wollen mit den Hundebesitzern gut auskommen und Ich habe immer wieder höflichst ersucht ‚bitte legen Sie Ihrem Hund die Leine an‘. Ich höre jedoch immer wieder nur das selbe, dass dieser Hund nichts macht“, so Jakubec, um weiter auszuführen: „Ich appelliere zum letzen Mal an die Hundebesitzer, ihre Tiere an die Leine zu nehmen. Ansonsten werden wir rigoros die Polizei verständigen.“

„Dafür haben wir keine Beweise“

Ob freilaufende Hunde auch Rehe gerissen haben – dazu will Jakbuec nichts sagen: „Dafür haben wir keine Beweise.“ In Kreisen der Jägerschaft spricht man hinter vorgehaltener Hand von sieben Fällen im heurigen Jahr, bei der ein Hund ein Reh gerissen haben soll. Ein Foto von einem toten Reh wurde der BVZ zugespielt – von einem Vorfall, der sich vor rund zwei Wochen auf den Feldern zwischen Wiesen und Mattersburg abgespielt haben soll. Das Reh zeigt große Verletzungen im hinteren, das auf eine Bisswunde von einem Hund schließen lässt.

 |  BVZ

Am Samstag vergangener Woche wurden drei tote Rehe auf Mattersburger Gemeindegebiet, im Wald bei Forchtenstein gefunden. Ob dies auch mit wildernden Hunden im Zusammenhang steht, ist nicht geklärt. Stichwort Leinenpflicht: Von Seiten der Stadtgemeinde wurde eine Verordnung erlassen, wonach im gesamten Gemeindegebiet Leinenpflicht besteht.

Würde es diesbezüglich eine Anzeige geben, würde die Polizei den mutmaßlichen Tatbestand an die Bezirkshauptmannschaft weiterleiten. Laut dem burgenländischen Polizeistrafgesetz hat der Halter eines Tieres dafür zu sorgen, sein Tier andere Personen weder gefährdet noch über das zumutbare Maß hinaus belästigt.