Tolle Freizeitmöglichkeiten im Bezirk Mattersburg. Vieles ist durch Corona derzeit anders – auch in der Freizeitgestaltung. Die BVZ stellt Ausflugsziele aus dem Bezirk vor, die an der frischen Luft besichtigt werden können.

Von BVZ Redaktion. Erstellt am 15. November 2020 (04:33)
25 Meter ist der Bad Sauerbrunner Aussichtsturm hoch. Ursprünglich entstand er bereits 1903. 2007 wurde er neu errichtet. Will man die herrliche Aussicht genießen, sollte man allerdings einen langen Atem haben, denn bis zur Spitze müssen ca. 130 Stufen gemeistert werden.
zVg

Bekannt in Bad Sauerbrunn ist vor allem der Aussichtsturm . Der ursprüngliche Aussichtsturm entstand im Jahr 1903. 2007 wurde der Aussichtsturm neu errichtet und belohnt alle Besucher nach einem ca. 130 Stufen langen Aufstieg mit einem atemberaubenden Ausblick in die Region.

Von der Plattform in 25 m Höhe bietet sich Eltern und Kindern eine unvergessliche Aussicht über das Rosaliengebirge zum Neusiedler See und an schönen Tagen sogar bis nach Sopron/Ödenburg, Bratislava/Pressburg und bis hin zum Schneeberg. Vom alten Feuerwehrhaus ausgehend geht es über den Serpentinenweg (Waldboden mit leichter Steigung) des Bewegungslehrpfades oder über die Kirchengasse, einen Forstweg, geradeaus in den Wald und dann immer der Straße nach. Die Gehzeit, vom Gesundheitszentrum ausgehend, beträgt in etwa 20 bis 30 Minuten.

Teichwiesen: Ein Naturerlebnis

Ob Wandern, Radfahren oder Laufen, der Weg um die Teichwiesen bietet für jeden, der gerne in der Natur unterwegs ist und sich an herrlichen Landschaften erfreuen kann, ein einzigartiges Naturerlebnis. Die Teichwiesen liegen in einer Senke am Fuße der steilen, sonnenseitig gelegenen Hänge des Naturschutzgebietes Rohrbacher Kogel. Die großen Schilf- und Wasserflächen stellen einen bedeutsamen Lebensraum für eine Vielzahl an Wasservögeln und mehrere bedrohte Amphibienarten dar.

Die Teichwiesen.
zVg

Ein gut ausgebauter sechs Kilometer langer Rad- und Spazierweg lädt ein, die artenreiche Fauna und Flora dieses einmaligen Natur- und Landschaftsschutzgebietes zu erkunden. Dazwischen bieten acht liebevoll gestaltete Rast- und Erlebnisstationen, welche auch mit Rollstühlen und Kinderwägen gut zu befahren sind, ausreichend Gelegenheit zum Verweilen oder zum Studieren der von Magerwiesen, Trockenwiesen und Obst- und Weinkulturen geprägten Landschaft des Rohrbacher Kogels.

Das Pauliner-Kloster: Ein Geheimtipp

Ein echter Geheimtipp für Stille- und Beschaulichkeit-Suchende ist das Pauliner-Kloster in Baumgarten, welches etwa eineinhalb Kilometer außerhalb des Ortes steht und eine lange Geschichte vorweisen kann. Das idyllisch unter alten, schattenspendenden Bäumen befindliche Kloster, wird im Volksmund auch „Ödes Kloster“ oder „Einsiedelei“ genannt.

Pauliner Kloster. Etwas außerhalb von Baumgarten steht idyllisch unter alten Bäumen das aufgelassene Kloster, in dem man auch Hochzeiten feiern kann.
zVg

Im Jahr 1447 wurde der schwäbische Ritter Ulrich von Grafenegg neuer Besitzer von Baumgarten. 1475 stiftete er dem Ort das Kloster und schenkte es dem ungarischen Nationalorden der Pauliner. Dieser alte Orden ist sogar heute noch in Europa weit verzweigt. Das Baumgartner Paulinerkloster hatte aber nur kurz Bestand, denn bereits 1493 fiel es einem Brand zum Opfer und die nun obdachlosen Mönche haben seitdem Zuflucht im benachbarten Pauliner-Karmeliter-Kloster in Sopronbanfalva gefunden. Seit dieser Zeit sollte das ruinöse Kloster für über 250 Jahre im Dornröschenschlaf verharren.

Erst 1743 wurde es von Einsiedlermönchen wieder aufgebaut. In knapp 20 Jahren, also bis 1762 entstand dann auch sein heutiges Erscheinungsbild. Nach der Auflösung des Klosters im Zuge der Josephinischen Klosterreform blieb es unbewohnt und wurde erst 1925 generalsaniert. Dabei wurde im ehemaligen Speisesaal eine Lourdesgrotte errichtet. In den 1980er Jahren folgte eine weitere Gesamtrestaurierung. Die kleine spätgotische Klosteranlage besteht aus drei aneinandergereihten Baukörpern: einer kleinen Kapelle des 14. Jahrhunderts im Norden, der um 1475 erbauten Klosterkirche im Süden und einem dreigeschossigen Verbindungstrakt, der 1743 über dem ehemaligen Refektorium und der Sakristei errichtet wurde.