Plattform lässt nicht locker. Baustart des Projektes erfolgt im Mai. Plattform will die Verantwortlichen noch einmal zum Umdenken bewegen.

Von Richard Vogler. Erstellt am 17. April 2019 (04:13)
BVZ
Modell. So wird das neue Kulturzentrum aussehen. Die Eröffnung ist für das Jahr 2021 geplant.

Ende Mai starten die ersten Arbeiten für den Neubau des Mattersburger Kulturzentrums. Die Unabhängige Plattform rund um Altbürgermeister Edi Sieber, die einst den Diskussionsprozess um die Umgestaltung des KUZ ins Rollen brachte, lässt jedoch nicht locker und will Landeshauptmann Hans Peter Doskozil noch einmal zum Umdenken bewegen.

Hauptpunkt des Neubaues ist die zusätzliche Unterbringung des Landesarchivs und der Landesbibliothek sowie eine umfassende Modernisierung.

Geht es nach der Unabhängigen Plattform rund um den Mattersburger Altbürgermeister Sieber, so „lassen sich die gewünschten neuen Anforderungen im Bestand leicht und mit weit geringeren finanziellen Mitteln realsieren, als im derzeit geplanten Abbruch- und Neubauprojekt.“

Abbruch soll verhindert werden

Weiters sollen von der Plattform befragte Experten und Ziviltechniker von einer weit höheren Kostenersparnis bei einer Sanierung und Erweiterung und von weit höheren Baukosten bei einer Realisierung des derzeit geplanten Projektes ausgehen.

Die Pläne werden jedoch nicht verworfen und im Mai wird wie geplant mit den ersten Arbeiten begonnen. „Es wurden über einen langen Zeitraum viele Varianten geprüft und alle Optionen, auch die Sanierung, einbezogen.

Landeshauptmann Hans Peter Doskozil hat nochmals intensive Gespräche mit allen Akteuren geführt. Auf dieser Basis wurde dann ein Neustart in Angriff genommen, der sowohl die Anliegen des Denkmalschutzes als auch die Anforderungen an ein Kulturzentrum völlig neuen Zuschnittes – unter Einbindung der Landesbibliothek, des Landesarchivs, des Literaturhauses und der Kulturbetriebe Burgenland – berücksichtigt“, so Christian Illedits. Laut dem SPÖ-Bezirkschef ist dies „unterm Strich für den Bezirk, die Stadt und die zukünftigen Nutzer sowie – unter dem Blickwinkel der Nachhaltigkeit – auch für den Steuerzahler die beste Lösung. Dass die einen eine ‚light-Variante‘ mit zu langsamer Umsetzung bemängeln (Anm.: Dies forderte immer wieder die ÖVP ein), andere wiederum ‚zurück an den Start‘ fordern und eine ‚Kostenexplosion‘ orten, zeigt nur, wie beliebig die Diskussion geworden ist. Es hat eine Entscheidung gegeben und es muss jetzt die Umsetzung erfolgen.“