Auszeichnungen für drei Betriebe aus dem Bezirk Mattersburg

Erstellt am 05. Mai 2022 | 05:14
Lesezeit: 3 Min
„Habeler Sonnenbrand“ aus Wiesen, die Destillerie Stockvogler aus Marz und der Forchtensteiner Josef Mild wurden für ihre Produkte prämiert.
Werbung
Anzeige

Der Burgenländische Obstbauverband veranstaltet in Zusammenarbeit mit der Burgenländischen Landwirtschaftskammer die Landesprämierung für Obstverarbeitungsprodukte wie Edelbrände, Säfte, Nektare, Moste, Essige, Sirupe und Liköre. Damit werden im Sinne der Produzenten und Konsumenten klare Ziele verfolgt. Mit den Ergebnissen aus der Landesprämierung erhalten die Produzenten eine detaillierte Rückmeldung einer fachlich geschulten Kostjury über die Qualität ihrer eingereichten Produkte. Dieses Jahr haben 111 Betriebe 515 Proben eingereicht. Diese wurden von einer geschulten Fachjury bewertet. Heuer haben 24 Prozent eine Gold- und 36 Prozent eine Silbermedaille erhalten, 26 Prozent wurden mit „prämiert“ ausgezeichnet, 14 Prozent der eingereichten Proben erhielten keine Auszeichnung.

Die Bewertung erfolgt mit dem 100-Punkte-Schema. Bei der Verkostung wurden die eingereichten Produkte nach vier Kriterien: Sauberkeit, Frucht, Geschmack und Persistenz bewertet. Aus den goldprämierten Produkten jeder Kategorie wird der Sortensieger ermittelt. Anschließend werden aus den Sortensiegern je nach Landessiegergruppe die Landessieger gekürt. Bei den Landessiegern gab es drei Betriebe aus dem Bezirk Mattersburg: Die Wiesener Firma „Habeler Sonnenobst“ für ihren Marillenbrand, und ihren Johannisbeerlikör, die Destillerie Stockvogler für ihren Vogelbeerbrand. Bei den Sortensiegern stand wieder „Habeler Sonnenbrand“ mit dem Himbeernektar ganz oben, Josef Mild aus Forchtenstein mit seinem Zwetschkenbrand.

Für Michael Habeler vom „Habeler Sonnenobst“ ist eine Auszeichnung bei der Landesprämierung nicht neu – bereits fünfmal wurde sein Betrieb zum „Produzent des Jahres“ ausgezeichnet. „Ich freue mich nach wie vor, wenn wir eine Auszeichnung erhalten. Es ist für uns eine Rückmeldung, dass wir gute Arbeit leisten und dass die Qualität passt“, so Michael Habeler.

Die Früchte für den prämierten Marillenbrand stammen alle aus Eigenanbau von der vier Hektar großen Wiese mit Marillenbäumen. Für den Brand verwendet werden jene Früchte, die nicht in den Verkauf kommen, im vergangenen Jahr wurden für den Schnaps rund fünf Tonnen Marillen aufgwendet. In der Regel wird Anfang Juni geerntet, beim Entstehungsprozess wird eingemeischte Hefe verwendet, der PH-Wert und die entsprechende Temperatur muss abgestimmt werden; nach rund drei Wochen ist der Prozess abgeschlossen. Die Früchte für den Himbeernektar werden ebenso Anfang Juni geerntet, mit Enzymen versetzt, gepresst und dem dazugehörigen Alkohol beigefügt.

Auch die Produkte der Destillerie Stockvogler wurden bereits mehrmals ausgzeichnet. Auch hier stammt das Obst aus Eigenanbau, wobei rund 100 Kilo für zwei Liter hundertprozentigen Schnaps benötigt werden. „Über eine Auszeichnung freut man sich immer“, so Thomas Schmidl von der Destillerie Stockvogler.

Werbung