Jetzt geht es um die Grundstücke in Mattersburg

Erstellt am 31. März 2022 | 05:45
Lesezeit: 4 Min
Für das Landessportzentrum Nord soll das Areal zwischen Fußballakademie, Wienerstraße und Dr. Fred Sinowatz-Straße angekauft werden.
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Aktuell befindet sich das (VIVA) Landessportzentrum in Steinbrunn. Die Einrichtung wird als Landessportzentrum Nord nach Mattersburg übersiedeln und rund um die dortige Fußballakademie Burgenland um ein Vielfaches größer dimensioniert werden – im Bereich der neu zu errichtenden Infrastruktur und auch bei den Mietern.

Auch bei der letztwöchigen Gemeinderatssitzung war das Landessportzentrum Nord Thema. Im Rahmen der dortigen Fragestunde sagte Bürgermeisterin Claudia Schlager betreffend konkreter Pläne: „Die Fußballakademie bleibt auf jeden Fall bestehen. Was hinzu kommt, ist meines Wissens nach noch nicht zu 100 Prozent fix. Die Rede ist jedoch von einer Schwimmhalle, einer Mehrfachturnhalle oder auch einem Seminarhotel für Verbände und Sportler.“ Wo die Trägerorganisation Sport Burgenland GmbH das besagte Landessportzentrum als ein Leuchtturmprojekt ihrer Sportstrategie umsetzen will, ist beschlossene Sache: Man will das Areal zwischen Wienerstraße, Sinowatzstraße und Fußballakademie kaufen, derzeit befindet sich die Gemeinde in Verhandlung mit den acht Grundstücksbesitzern.

ASKÖ Ja, ASVÖ Jein, Sportunion Nein

„Was man aktuell sagen kann ist, dass das Landessportzentrum Nord nach Mattersburg kommt. Details können wir noch nicht nennen, weil wir noch mit dem Bund betreffend Förderungen in laufenden Gesprächen stehen. Was mit Steinbrunn geschieht, wissen wir noch nicht, dieses wird noch einige Zeit bestehen, bis es das neue Zentrum gibt“, erläutert Landesrat Heinrich Dorner auf Nachfrage, um weiter auszuführen: „Einen vergleichbaren Stützpunkt im Südburgenland wird es nicht geben, das wäre für das Burgenland zu viel. Dort werden wir es dezentral angehen.“

„Was man aktuell sagen kann ist, dass das Landessportzentrum Nord nach Mattersburg kommt.“

Doch welche Organisationen, sprich Dach- und Fachverbände, sollen am Standort Mattersburg künftig eine neue Heimat finden? Wer auf jeden Fall will, ist die ASKÖ (Arbeitsgemeinschaft für Sport und Körperkultur) Burgenland. „Wir befinden uns schon seit längerem auf der Suche nach einer neuen Geschäftsstelle und sind bereit. Das Thema wurde mehrmals im Präsidium besprochen. Dabei gab es auch eine eindeutige Entscheidung, als ASKÖ Burgenland bei einem Landessportzentrum Nord dabei zu sein, weil wir hier auch sehr viele Synergien sehen. Nun warten wir noch auf ein entsprechendes Konzept, wann es umgesetzt wird“, nimmt Präsident Alfred Kollar klar Stellung.

Auf Fachverbands-Basis etwa hat beispielsweise der Radsportverband großes Interesse. Präsident Michael Knopf: „Wir wollen die Strukturen des Verbandes in jeglicher Hinsicht verbessern und haben eine Absichtserklärung abgegeben, dass wir unsere Zentrale in das Landessportzentrum Nord verlegen.“ Der Burgenländische Fußballverband (BFV) wiederum ist aktuell in Eisenstadt beheimatet, die Liegenschaft am Hotterweg befindet sich im Eigentum des größten Fachverbands. „Kommt ein Angebot, werden wir dies im Vorstand besprechen“, sagt Präsident Günther Benkö.

Robert Zsifkovits, Präsident des ASVÖ (Allgemeiner Sportverband) Burgenland, erläutert, dass man in Eisenstadt ein Haus im Eigentum besitze und auch der dortige Standort an sich ideal für den Verband sei. „Was einen möglichen neuen Standort in Mattersburg betrifft, warten wir noch auf ein konkretes Angebot. Ist das interessant, werden wir das Thema intern diskutieren. Bis dahin sage ich weder ja noch nein, ob eine Übersiedelung für den ASVÖ in Frage kommt.“

Ein definitives Nein kommt bereits von der Sportunion Burgenland. Präsidentin Karin Ofner: „Für uns käme eine Übersiedelung in ein Landessportzentrum Nord sicher nicht in Frage. Das ist absolut kein Thema. Wir sind in Besitz einer funkelnagelneuen Landesgeschäftsstelle inmitten toller Sportstätten in der Landeshauptstadt und sind zudem auch bestens für den Breitensport eingerichtet.“

Was übrigens nicht kommen soll, ist ein öffentliches Hallenbad. Bei der möglichen Schwimmhalle handelt es sich um einen Sportschwimmbereich für Trainingszwecke.

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