Mattersburger Bezirksgruppen bei Weltrekord in St. Anton dabei

Erstellt am 23. September 2022 | 05:09
Lesezeit: 4 Min
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Die Line-Dance-Gruppen „Sugarbeet“ aus Hirm und „Creek Village“ aus Sigleß waren bei dreitägigen Line-Dance-Festival.
Foto: BVZ
478 Tänzer ertanzten mit 20 neuen Choreografien in einer Stunde einen Weltrekord – mit Bezirksbeteiligung.
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Vor Kurzem fand in St. Anton am Arlberg bereits zum fünften Mal das dreitägige Line-Dance-Festival statt.

Am Freitag begann das Festival mit dem Warm-Up. Am Samstagnachmittag konnten sich die Gäste auf Live-Performances am Abend freuen.

Ernst wurde es dann am Sonntag, als die anwesenden Line-Dance-Gruppen den Festivalrekordversuch in der WM-Halle Arlberg WellCom wagten.

Im Jahr 2010 wurde durch den ersten gelungenen Weltrekord im bekannten Tourismusort ein sogenannter „Line Dance Boom“ ausgelöst. Die Begeisterung für den Tanz hält noch bis heute an.

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DIe Line-Dance-Gruppe „Sugarbeet“ aus Hirm.
Foto: Foto zVg

Denn auch in diesem Jahr stellten sich die Teilnehmer der Herausforderung, 20 neue Tänze in einer Stunde nach strikt vorgegebener Choreografie zu meistern: mit Erfolg, denn beim dreitägigen Festival stellten 478 Tänzer mit 20 neuen Choreografien, welche innerhalb von einer Stunde getanzt wurden, einen Weltrekord auf.

Unter den vielen Tänzern waren auch zwei burgenländische Line-Dance-Gruppen vertreten. Zum einen die „Creek Village Line Dancer“ aus Sigleß und die „Sugarbeet Line Dancer“ aus Hirm.

Die Hirmer Tanzgruppe „Sugarbeet“ gibt es schon seit über 13 Jahren. Derzeit umfasst die Gruppe 15 Tänzerinnen, welche regelmäßig zum Training kommen. Der Name der Line-Dance-Gruppe ist auf die Geschichte der Gemeinde Hirm zurückzuführen.

„Die Hirmer werden ja in Mundart liebevoll ‚Ruamzuzler‘ genannt, da es früher eine große Zuckerrübenfabrik in Hirm gegeben hat“, meint Sylvia Walfisch, Mitglied der Hirmer Line-Dance-Gruppe. Daher war es für die Gruppe naheliegend, dass das Logo eine tanzende Zuckerrübe mit Cowboyhut sein muss.

Vom Zuckerrüben-Beet zum „Beat“

„Und Zuckerrübe heißt auf Englisch ‚Sugar Beet‘. Ausgesprochen klingt ‚Beet‘ ja auch fast wie ‚Beat‘, also auch passend für Line Dance“, erklärt Sylvia Walfisch die Bedeutung des Namens.

Sylvia Walfisch unterrichtete früher in Wien „Irish Dance“. Doch neben der Familie und nach ihrer Übersiedlung nach Hirm, war das dann leider nicht mehr möglich.

„Zum Line Dance bin ich durch reinen Zufall gekommen. Ich war auf der Suche nach einer neuen Tanzherausforderung und die Volkshochschule Mattersburg veranstaltete damals gerade einen Kurs in Hirm. Ich habe mitgemacht und mich von der Line Dance Freude anstecken lassen“, erzählt Walfisch.

Die Line-Dance-Gruppe „Sugarbeet“ tanzt hauptsächlich zu bekannten Tänzen. Daraus ergibt sich der Vorteil, dass die Gruppe bei Festivals gemeinsam mit anderen Tanzgruppen dieselben Schrittkombinationen tanzen kann. „Je mehr Füße im Gleichschritt, desto besser“, betont Sylvia Walfisch. Zudem suchen sie sich aus dem großen Pool an unterschiedlichen Choreografien gerne Lieder aus, die gut ins Ohr gehen und wozu die Schritte fließend getanzt werden können.

„Tanzen ist die pure Lebensfreude; Abschalten und sich von der Musik mitreißen lassen können. Das Besondere an Line Dance ist einfach die Gruppendynamik. Ein paar einfache Schritte, ein schwungvolles Lied und schon bewegen sich viele Füße synchron“, äußert sich Sylvia Walfisch über ihr Hobby. Herausfordernd beim Line Dance können manchmal Tänze mit längeren Schrittkombinationen oder gesprungenen Bewegungen sein.

Bisher konnte „Sugarbeet“ bei Veranstaltungen im Ort und privaten Feierlichkeiten ihr Können präsentieren. Einmal im Jahr fahren die Hirmer Tänzerinnen in die Westernstadt „Lucky Town“ nach Großpetersdorf. Die Jahreshighlights für die Tanzgruppe waren die Weltrekordversuche in Kaprun und St. Anton.

Für die Zukunft wünscht sich die Line-Dance-Gruppe „Sugarbeet“ noch viele Gelegenheiten, als Gruppe bei Tanzevents dabei zu sein.

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