Schutz vor Hochwasser in Planung

Etwa vierzig Prozent der Gemeindefläche sind von Überflutungen bedroht. Zwei Dämme sollen vor Schäden schützen.

Christian Artner Erstellt am 28. Juli 2019 | 03:29
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Hochwasser Symbolbild
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Foto: NOEN, FF Symbolbild

Beginnend mit 2007 gab es in Loipersbach laut Bürgermeister Erhard Aminger drei, vier Jahre, in denen die Gemeinde von Starkregen und dessen Folgen betroffen gewesen ist. „Eines der ersten Projekte, die ich als Bürgermeister deshalb umgesetzt habe, war der Bau eines Rückhaltebeckens. Seit wir dieses haben, ist das Gemeindegebiet von der Mitte bis zum unteren Dorfende in Richtung Schattendorf von Hochwasserschäden mehr oder weniger verschont geblieben.“

„Das Ergebnis der Studie ist, dass bei einem 30- bzw. 100-jährigen Hochwasser fast das halbe Dorf überschwemmt werden könnte“,

Eine Erhebung von Diplomingenieur Gabriel Bodi von Aqua Alta aus Eisenstadt, einem Ingenieurbüro für Kulturtechnik und Wasserwirtschaft, die vom Bürgermeister in Auftrag gegeben wurde, ergab jedoch, dass noch etwa vierzig Prozent des Dorfes von Überflutungen bedroht sind. „Das Ergebnis der Studie ist, dass bei einem 30- bzw. 100-jährigen Hochwasser fast das halbe Dorf überschwemmt werden könnte“, ließ Bürgermeister Aminger wissen. Betroffen sei etwa der Hauptplatz, der Bereich zwischen Hauptstraße und Herrengasse sowie Bahn- und Badstraße.

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Eine unlängst abgehaltene Bürgerversammlung im Gasthof Hauer, der mit zweihundert Besuchern sehr gut gefüllt war, und in der unter anderem dieses Thema aufgegriffen wurde, zeigt, dass reges Interesse dafür besteht, welche Maßnahmen die Gemeinde setzt, um gegen Starkregen und Überflutungen gewappnet zu sein. „Geplant ist, dass zwei große Dämme errichtet werden, am Ortsrand Richtung Rohrbach“, sagt Aminger.

Dies sei auch deswegen notwendig und sinnvoll, da auf allen Grundstücken, die im Überflutungsbereich liegen, im Falle eines Baus Schutz- und Kompensationsmaßnahmen getroffen werden müssten – und das von den Bürgern jeweils einzeln. „Das kostet natürlich Geld und ist aufwändig. Deshalb ist es besser, wenn die Gemeinde die Sache in die Hand nimmt.“

Im Gemeinderat gab es bereits einen Grundsatzbeschluss, dass dieses Projekt, das auf 1,7 Millionen Euro bilanziert wird, wovon die Gemeinde 200.000 Euro zu finanzieren hat, umgesetzt werden soll. In einem nächsten Schritt müssen all jene Bürger, die auf dem für die zwei Dämme geplanten Areal Grundstücke besitzen, zu einem Gespräch geladen werden, in dem deren Einverständnis, entweder diese zu verpachten oder zu verkaufen, eingeholt werden soll. Im Herbst soll schließlich die Planungsphase abgeschlossen sein.