Zehn Jahre „Terroir“ in Mattersburg. Am 19. November 2010 eröffnete Peter Dirnbauer das „Terroir“. Zunächst nur als klassische Vinothek geplant, kam auch der Bereich Gastronomie hinzu.

Von Richard Vogler. Erstellt am 18. Juni 2020 (05:26)
Dieser Artikel ist älter als ein Jahr

Am 19. November ist es soweit. An diesem Tag feiert die Weinbar und Vinothek „Terroir“ von Peter Dirnbauer ihren zehnten Geburtstag. Die Idee dafür reifte bei Dirnbauer über eine längere Zeit. Den seit Jahrzehnten bestehenden Getränkehandel übernahm er von seinen Eltern, bereits dort gab es eine breite Palette an ausgesuchten Weinen. „Ich bin eigentlich seit jeher ein Weinliebhaber. Für den Weinverkauf in der Schubertstraße unseres Getränkehandels war das Gebäude nicht attraktiv genug. Mir schwebte schon längere Zeit im Kopf herum, eine Vinothek zu eröffnen. Hinzu kam, dass das Stadtmarketing eine Umfrage durchführte, wobei heraus kam, dass den Mattersburgern eine Vinothek fehlt“, berichtet der 50-Jährige.

Nachfolger von „Ferrys Imbiss“

Das geeignete Lokal mit dem ehemaligen „Ferrys Imbiss“ von Ferry Neugebauer war bald gefunden. „Es gab einen zweiten Interessenten für das Lokal. Wir haben uns beim Angebot immer wieder überboten. Irgendwann war der Punkt erreicht, dass die Kreditrate für das ganze Haus billiger als die Monatsmiete war und ich habe das Gebäude gekauft“, so Dirnbauer. Rund eineinhalb Jahre nahmen die Umbauarbeiten in Anspruch, das „Terroir“ ist mittlerweile ein Mix aus Weinbar und Vinothek. Geplant war dies ursprünglich jedoch etwas anders.

„Ich hatte eigentlich vor, eine klassische Vinothek zu betreiben und die Öffnungszeiten waren zu Beginn von 9 bis 21 Uhr, lediglich Sonntag war ein Ruhetag. Mit der Zeit hat sich herauskristallisiert, dass die Gäste länge bleiben. Nach zwei Jahren habe ich umgestellt. Ich habe nun von 15 bis 23 Uhr geöffnet, an den Freitagen und Samstagen wird bereits um 9 Uhr aufgesperrt.“ Das Angebot an Weinen hat sich ebenso verändert.

BVZ

„Zu Beginn hatten wir 90 Prozent Rotwein und 10 Prozent Weißwein, Großteils von Winzern aus dem Burgenland. Die Nachfrage nach Weißwein wurde immer größer, mittlerweile bieten wir bereits so viel Weiß- wie Rotwein an.“ Und auch die Herkunft der Weine hat sich gewandelt. Neben den burgenländischen gibt es zahlreiche Rebensäfte aus den anderen österreichische Bundesländern, Italien und Frankreich ist ebenso stark vertreten. Neben dem Wein (Dirnbauer hat auch eigene Terroir-Wein produzieren lassen) hat sich Dirnbauer auch auf Kaffee und Gin spezialisiert. Vor drei Jahren präsentierte er mit dem „Gin Sin“ eigene Gin-Kreationen mit drei verschiedenen Geschmacksrichtungen. „Es wird wieder etwas in dieser Richtung kommen, genaue Pläne gibt es noch nicht.“ Stichwort Veranstaltungen: Es wäre eine Gin Tonic-Party geplant gewesen, nur leider kam dann der Corona-Shutdown dazwischen.“

Outdoor-Veranstaltungen im Garten oder im Innenhof finden „aus Rücksicht auf die Nachbarn“ nur mehr sehr selten statt. Eine Zehn-Jahres-Feier ist geplant, auch hier steckt man noch in der Planungsphase. Nachbar des Lokals war 22 Jahre lang Jutta Pauscheinwein, besser bekannt als „Frau Wolle“ mit ihrem kleinen Geschäft; seit Ende März befindet sich Pauschenwein in Pension. Das Geschäft befindet sich ebenso in Besitz von Dirnbauer, die Corona-Krise legten die Planungen für einer Renovierung des Geschäftes auf Eis. Dies soll nun nachgeholt werden, mit einem Nachmieter ist sich Dirnbauer bereits einig.