17-Jähriger belästigte Kinder: „Fresse dich im Keller“

Ein 17-jähriger Jugendlicher bedrohte Schulkinder in Mattersburg, beschmierte Fassaden und riss Leitpflöcke aus.

Erstellt am 31. Januar 2021 | 03:34
Haftrichter vernahm den Beschuldigten ein
Haftrichter vernahm den Beschuldigten ein
Foto: APA (dpa/Archiv)

Schuld war angeblich eine verlorene Wette. Allein deshalb habe er, so der 17-jährige Angeklagte, im September 2020 in Mattersburg Schulkinder in Angst und Schrecken versetzt.

„Ich nehme dich mit nach Hause und fresse dich im Keller“, schrie der Jugendliche damals die Kinder an und machte dazu die Geste des Halsabschneidens.

Vorige Woche musste sich der junge Mann nicht nur wegen dieser Straftat vor Gericht verantworten.

Sachbeschädigungen im betrunkenen Zustand

Im Juli 2020 hatte er gemeinsam mit einem jüngeren Freund drei Flaschen Wein konsumiert und im alkoholisierten Zustand eine Serie von Sachbeschädigungen begangen.

Die Jugendlichen beschmierten in Mattersburg und Pöttelsdorf zwei Hausfassaden, Spielgeräte und andere Gegenstände und rissen entlang der Bundesstraße 23 Leitpflöcke aus, die sie dann auf die Fahrbahn warfen.

„Wie kommt man auf so eine Idee!“, wunderte sich Richterin Gabriele Nemeskeri.

„Die Pflöcke lagen mitten auf der Straße! Stellen Sie sich vor, was hätte passieren können, wenn ein Fahranfänger eine Vollbremsung macht!“, ermahnte sie den Angeklagten. Dieser gab zu: „Es war eine blöde Aktion.“

Die Besitzer der beiden beschmierten Häuser, ein älteres Ehepaar und ein Mann, waren im Gerichtssaal anwesend. Auf Aufforderung seiner Anwältin trat der Angeklagte zu den Personen hin und entschuldigte sich: „Es tut mir von Herzen leid.“

Der Jugendliche wurde zu drei Monaten Freiheitsstrafe auf Bewährung verurteilt. Er bekommt einen Bewährungshelfer zugewiesen. Außerdem muss der Jugendliche ein Entschuldigungsschreiben an die verschreckten Schulkinder schreiben, das die Richterin an deren Schule weiterleiten wird.

17-Jähriger muss 500 Euro Strafe zahlen

An das Hausbesitzer-Ehepaar muss der 17-Jährige 500 Euro bezahlen, der andere Hausbesitzer hatte bekanntgegeben, dass die Versicherung möglicherweise für die Fassadensanierung aufkommen werde.

Der Angeklagte nahm das Urteil an.