Absage an LKW-Fahrverbot

Voraussetzungen für LKW-Fahrverbot nicht gegeben. KFZ-Verkehr von Pielgasse bis Hochstraße soll untersucht werden.

Erstellt am 22. Mai 2019 | 03:42
Lesezeit: 2 Min
Dieser Artikel ist älter als ein Jahr
440_0008_7585275_mat21rv_verkehrszaehlung.jpg
Bürgerversammlung. In der Bauermühle wurden – bei doch etwas magerem Besuch – die Ergebnisse der Verkehrszählung präsentiert.
Foto: BVZ

Die Stadtgemeinde lud Mittwoch vergangener Woche zur Bürgerversammlung zum Thema „LKW-Verkehr in Mattersburg“ in die Bauermühle. Grundsätzlich ein interessantes Thema, könnte man meinen – der Besuch war dennoch etwas mager. Lässt man jene Personen mit Gemeindebezug (Gemeinderäte, Amtsleiter Karl Aufner und Bauamtsleiterin Sonja Biricz) weg, so waren lediglich 16 Besucher bei der Veranstaltung anwesend.

„Es ist in diesem Zeitraum absolute Hochsaison für Bautätigkeiten"

Michael Zischka vom kfV (Kuratorium für Verkehrssicherheit) präsentierte die Ergebnisse der Vekehrszählung, Bedenken bezüglich Erhebungszeitraum 4. Juli und der Dauer von zehn Stunden wurden entkräftet. „Es ist in diesem Zeitraum absolute Hochsaison für Bautätigkeiten. Zehn Stunden sind ausreichend, aus Erfahrungen ändert sich der KFZ-Durchzugsverkehr nicht“, erläuterte Zischka.

Die Hochstraße ist eine viel diskutierte Straße in Mattersburg. Vor einigen Monaten wurde eine Unterschriftenaktion für Verkehrsmaßnahmen durchgeführt, viele LKW sollen den Weg von der S31 über die Hochstraße und die Johann Strauß-Gasse in die Nachbargemeinden Richtung Marz nehmen. Dies dürfte jedoch nicht der Realität entsprechen: 16 LKWs wurden gezählt, kein einziger jedoch im Bereich Durchzugsverkehr. „Es ist eindeutig. Mit diesen Zahlen ist es für die Bezirkshauptmannschaft unmöglich, ein LKW-Verkehrsverbot zu erlassen“, hielt Rudolf Lotter (Referat Verkehrswesen von der Bezirkshauptmannschaft) fest.

„Wir werden an den kfV herantreten, um uns ein Angebot für solch eine Messung von der Pielgasse weg bis zum Soldatenfriedhof geben zu lassen“

Ein LKW-Fahrverbot war also vom Tisch, anschließend wurde noch eine mögliche 30er-Beschränkung für Kraftfahrzeuge andiskutiert. „Unter welchen Umständen ist eine 30er-Beschränkung möglich?“, fragte Bürgermeisterin Ingrid Salamon. „Wir brauchen Zahlen von Autos mit Geschwindigkeiten, dann können wir dies beurteilen“, hielt Lotter fest. Zischka erläuterte, dass eine Erhebung im Zeitraum von einer Woche mit Ergebnissen bezüglich verschiedener KFZ-Klassen und deren Geschwindigkeit sinnvoll und umsetzbar sei. „Wir werden an den kfV herantreten, um uns ein Angebot für solch eine Messung von der Pielgasse weg bis zum Soldatenfriedhof geben zu lassen“, hielt Salamon abschließend fest.