Andreas Feiler: „Gleichstellung für Walbersdorf“. Die BVZ bat den Walbersdorfer Andreas Feiler, neuer Stadtparteiobmann der ÖVP Mattersburg, zum Gespräch.

Von Richard Vogler. Erstellt am 28. März 2018 (05:12)
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Andreas Feiler: „Ich denke, dass man nur etwas verändern kann, wenn es keine absolute Mehrheit im Gemeinderat gibt.“
BVZ

Der Walbersdorfer Andreas Feiler wird die Nachfolge von ÖVP-Stadtparteiobmann Michael Ulrich antreten. Beim Stadtparteitag wurde er zum geschäftsführenden Obmann bestellt, nach der Generalversammlung wird er zum neuen Parteichef gewählt.

BVZ: Sie sind im Jahre 2015 zur ÖVP gestoßen.Welche Beweggründe gibt es sich politisch zu engagieren und warum gerade bei der Volkspartei?
Andreas Feiler: „Ich will einfach mitgestalten. Der Leistungsgedanke der ÖVP hat mir schon immer zugesagt.

Mattersburg gilt als soziale Musterstadt. Ist dies Ihrer Meinung nach auch der Fall oder gibt es Punkte, die man verbessern könnte?
Es gibt natürlich gute Ansätze bei den Kindergärten und Schulen. Altenbetreuung ist jedoch das Thema, das uns in Zukunft verstärkt betreffen wird. Mit dem Ausbau der Villa Martini wurde zwar ein erster Schritt gesetzt. Von Seiten der Gemeinde müssen jedoch noch mehr Impulse kommen.

Wichtig wird vor allem sein, dass wir Vorschläge einbringen um unsere Stadt weiterzubringen

Welcher Ansatz wird Ihnen wichtiger sein – die Absolute der SPÖ zu brechen oder Themen einbringen, die die Entwicklung der Stadt Mattersburg fördern?
Wichtig wird vor allem sein, dass wir Vorschläge einbringen um unsere Stadt weiterzubringen. Ich denke jedoch, dass man nur etwas verändern kann, wenn es keine absolute Mehrheit im Gemeinderat gibt.

Thema Innenstadt. Kann die City gegenüber den Fachmarktzentren Arena und FMZ 2000 bestehen?
Die Mattersburger Innenstadt ist sehr einladend. Vor allem mit der Arena ist der Druck auf die City jedoch gewachsen. Mit Maßnahmen könnte man die Innenstadt unterstützen. Eine Stunde gratis parken wäre hier eine sinnvolle Maßnahme.

Walbersdorf: Das "Stiefkind von Mattersburg"

Sie sind im Ortsteil Walbersdorf wohnhaft. Herrscht innerhalb der Bevölkerung noch immer das Gefühl, gegenüber Mattersburg benachteiligt zu werden?
Auf jeden Fall. Im Rahmen des Wahlkampfes zu Gemeinderatswahlen war ich viel unterwegs und der Tenor, dass Walbersdorf das ‚Stiefkind von Mattersburg‘ ist, war nicht zu überhören. Ein großes Anliegen von mir ist, dass unser Ortsteil eine Glechstellung mit der Stadt Mattersburg erfährt.

Vor einigen Jahren gab es Flugblätter, in denen die Walbersdorfer Abspaltung von Mattersburg gefordert wurde. Ist dies ein Thema?
Nein, dies wäre von finanzieller Seite nicht umsetzbar.