Bad Sauerbrunn als teuerster Ort. In Bad Sauerbrunn kostet der Quadratmeter im Schnitt 139 Euro. In der Gemeinde Sieggraben gibt es mit durchschnittlich 28 Euro die günstigsten Bauplätze.

Von Birgit Böhm-Ritter. Erstellt am 15. August 2018 (06:10)
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Das Einfamilienhaus am Land ist der uneingeschränkte Wohntraum der Österreicher. Das hat Raiffeisen Immobilien, die größte heimische Immobilientreuhand-Organisation, nach 2008 nun bereits zum zweiten Mal in einer repräsentativen Studie erhoben. 31 Prozent der 2018 Befragten wünschen sich ein solches, auf Platz zwei landet mit 22 Prozent das Einfamilienhaus am Stadtrand. Letzteres ist vor allem bei Großstädtern, primär aus der Bundeshauptstadt, sehr beliebt. Von einer Mietwohnung träumen nur 10 Prozent der Österreicher. Die Mehrheit der Österreicher (52 Prozent) wohnt laut Studie allerdings im Eigentum.

Deutliche Veränderungen zeigen sich im Zeitverlauf bei der Frage nach der Größe der Traumimmobilie. Wünschten sich 2008 noch 23 Prozent der Befragten mehr als 150 Quadratmeter Wohnfläche, tun dies 2018 nur mehr 15 Prozent. Kleinere Einheiten mit bis zu 100 Quadratmeter sind hingegen deutlich beliebter.

Peter Weinberger, Geschäftsführer von Raiffeisen Immobilien NÖ/Wien/Burgenland und Sprecher von Raiffeisen Immobilien Österreich: „Der Trend zu kleineren Einheiten hängt mit den gestiegenen Baukosten und Immobilienpreisen zusammen. Kompaktere Einheiten sind leistbarer - die Österreicherinnen und Österreicher sind offenbar Realisten, auch wenn es um ihre Traum-Immobilie geht!“

Im Burgenland ist ein deutliches Nord-Süd-Gefälle erkennbar. Die Bezirke Neusiedl am See und Eisenstadt sind am teuersten; Oberwart, Oberpullendorf, Güssing und Jennersdorf sind im Vergleich dazu extrem billig. Der Bezirk Mattersburg liegt in der Mitte - im Schnitt kostet dort der Quadratmeter 71,9 Euro.

Bad Sauerbrunn am teuersten

Die höchsten Preise zahlt man hier in Bad Sauerbrunn. „Die Infrastruktur ist dort hervorragend. Es gibt einen Bahnhof und die Anbindung zur Autobahn und die Gemeinde besitzt ein sehr schönes Ortsbild“, berichtet Alex Permoser, Geschäftsführer von Permoser Immobilien. Dass Bad Sauerbrunn ein Kurort ist, sei kein Nachteil für Interessenten an Grundstücken. Ein „Riesenvorteil sei, dass das Angebot dort sehr verkürzt ist“, so Permoser. An zweiter Stelle rangiert die Gemeinde Neudörfl.

„Hier ist ganz klar die unmittelbare Nähe zu Wiener Neustadt ausschlaggebend“, so Permoser. Die Grundstücke in der Bezirkshauptstadt sind im Schnitt billiger als in Bad Sauerbrunn und in Neudörfl. „Dort ist die Infrastruktur auch sehr gut. Man merkt dennoch, dass die Siedlungsgenossenschaften viel bauen“, berichtet Permoser. Im Schnitt die günstigsten Grundstücke im Bezirk gibt es in Sieggraben. Thomas Haiden, Geschäftsführer von Haiden Immobilien, nennt die Gründe: „Eindeutig die Lage. Dort gibt es keine Bahn, bis Oberpullendorf sind es einige Kilometer und nach Mattersburg auch.“

Im Bezirk Mattersburg sind die Preise in den letzten Jahren enorm angestiegen. „Viele wollen investieren und nutzen Grundstücke als Anlageobjekte. Für Kredite zahlt man auch sehr wenig Zinsen“, so Haiden abschließend im Gespräch mit der BVZ.