Barbara Fink sorgt für den besonderen "Wau-Effekt". Hunde sind ein fester Bestandteil in Barbara Finks Leben. Nun eröffnet die Hundetrainerin ihre eigene Hundeschule in Mattersburg.

Von Christian Artner. Erstellt am 20. Februar 2020 (04:20)
Barbara Fink mit ihren Hunden Baghira, Murphy, Joker.
Artner

Der Hund gilt als bester Freund des Menschen und Umfragen zufolge immer noch als beliebtestes Haustier der Österreicher. Immer mehr Menschen entschieden sich in den letzten Jahren, einen Hund in ihr Leben zu lassen.

„Mit der Anzahl der Hundebesitzer und dem zunehmenden Stress im Alltag, steigen allerdings auch Verhaltensprobleme. Viele Besitzer sind oft ratlos und wissen nicht so recht, wie sie damit umgehen sollen“, berichtet die Pöttschingerin Barbara Fink. Die gute Nachricht für alle Herrchen und Frauchen, die mehr an der Leine durch die Gegend gezogen werden, als dass sie ihren Vierbeiner spazieren führen oder die aggressives Bellen gegenüber anderen Artgenossen als belastend empfinden: das Verhalten eines Hundes lässt sich durch gezieltes Training verändern.

„Ich zeige den Besitzern den richtigen Umgang mit ihren Vierbeinern im Alltag. Dabei behandle ich vorwiegend aggressive, ängstliche und hyperaktive Hunde.“

Darüber weiß Fink besonders gut Bescheid. Sie ist Hundetrainerin und studierte Tierpsychologin und seit einigen Monaten auf Einzeltrainings mit Hunden spezialisiert, bei denen sie Hunde samt Hundehalter in ihrer gewohnten Umgebung zu Hause besucht, um mit ihnen zu arbeiten. „Ich zeige den Besitzern den richtigen Umgang mit ihren Vierbeinern im Alltag. Dabei behandle ich vorwiegend aggressive, ängstliche und hyperaktive Hunde.“ Oftmals ist bei diesen Tieren also bereits eine gewisse Verhaltensauffälligkeit gegeben.

„Ich habe viele Kunden mit Hunden dabei, die aus Tierheimen kommen und eine schwere Vergangenheit hatten.“ Zum Beispiel arbeitete Fink mit einer deutschen Dogge, die bereits sechs Vorbesitzer hatte und aggressiv auf andere Hunde reagierte. „Ich dachte mir, dass es mindestens ein halbes Jahr dauern wird, bis wir hier erste Erfolge erzielen werden. Letztendlich haben wir es in zwei, drei Monaten geschafft, dass er gemeinsam mit drei anderen Hunden entspannt spazieren ging.“

Kurse für Welpen, Jung- und erwachsene Hunde

Mitte März wird Fink zudem ihre eigene Hundeschule in Mattersburg (von Marz kommend, auf der B50, beim Industriegebiet links abbiegen) eröffnen . Diese richtet sich an Familienhunde, wobei es in den Kursen darum geht, dass der gemeinsame Alltag mit seinem Haustier reibungslos ablaufen soll. „Wichtige Punkte im Kursprogramm sind unter anderem eine erfolgreiche Sozialisierung, das Erreichen einer respektvollen Hund-Besitzer-Beziehung sowie alltagsorientierte Unterordnungsarbeit“, erklärt Fink. Beispielsweise geht es darum, den Hundehaltern beizubringen, wie man richtig Gassi geht, welche Nahrung für den Hund am besten geeignet ist oder ihn so weit zu bringen, dass ein Besuch, bei dem mehrere Leute geladen sind, nicht chaotisch endet. Dabei ist nicht nur der Hund gefragt, zu lernen, sondern auch die Hundehalter selbst müssen mitarbeiten.

„Hundeschule bedeutet auch, dass die Besitzer angeleitet werden, wie der richtige Umgang mit dem Tier stattfinden muss. “ Den Hund in der Hundeschule abgeben und ihn nach einer Stunde rundum erneuert abholen: so funktioniert das Konzept also nicht. Fink ist es wichtig, den Besitzern so viel Wissen über das Wesen ihres Hundes zu vermitteln wie möglich.

Obwohl Fink, die mit ihrem Partner drei Hunde besitzt, bisher noch mit keinem Vierbeiner zu tun hatte, bei dem überhaupt kein Lernerfolg verbucht werden konnte, möchte sie sich nicht als Hundeflüsterin bezeichnen. „Um Gottes Willen“, sagt Fink lachend, „ich plaudere zwar gerne mit meinen Hunden, aber deswegen bin ich keine Hundeflüsterin.“

Die Kurse werden jeweils samstags in kleinen Gruppen stattfinden, aufgeteilt in Welpen (2–6 Monate), Jung- (7–24 Monate) und erwachsene Hunde (ab 25 Monate). Termine und weitere Informationen zur Hundeschule gibt es auf www.pfotenkompass.at. Um Anmeldung wird aufgrund begrenzter Teilnehmerzahl bis 7. März gebeten.