Baustart für neues KUZ im Mai. Ende Mai wird mit Demontagemaßnahmen begonnen, Eröffnung des neuen Kulturzentrums ist für 2021 geplant.

Von Richard Vogler. Erstellt am 27. März 2019 (04:31)
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Bei der Neugestaltung des Mattersburger Kulturzentrums wird jetzt zügig Schritt nach Schritt gesetzt. Nachdem im Februar Bodenschürfungen für die Erhebung statischer Grundlagen und erste Vorabstimmungen mit der BH Mattersburg durchgeführt wurden, fanden vergangene Woche Baubesprechungen vor Ort statt.

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Bei der Pressekonferenz. Landesrat Hans Peter Doskozil, Bürgermeisterin Ingrid Salamon, SPÖ-Bezirksobmann Christian Illedits und Architekt Michael Ogertschnig.
BVZ, Richard Vogler

Nach derzeitigem Planungsstand geht es Ende April mit Rodungen weiter, ab Mitte Mai wird die Baustelle eingerichtet. Mit Entkernungs- und Demontagemaßnahmen geht der Prozess Ende Mai und Anfang Juni in die ersten Arbeiten direkt am Gebäude selbst über.

„In den nächsten Monaten wird für die Bevölkerung auch vor Ort sichtbar, dass die Umsetzung anläuft. Das Ziel ist ganz klar, dass dieses kultur- und regionalpolitisch wichtige Projekt im angekündigten Zeitraum bis 2021 fertiggestellt wird“, betont Landeshauptmann Hans Peter Doskozil in seiner Eigenschaft als Kulturreferent.

„In den nächsten Monaten wird für die Bevölkerung auch vor Ort sichtbar, dass die Umsetzung anläuft."

Mit einem geplanten Gesamtaufwand von rund 16 Millionen Euro werden am KUZ-Standort Landesarchiv, Landesbibliothek, Volkshochschule, Literaturhaus und die Kulturbetriebe Burgenland als zukünftige Nutzer unter einem Dach zusammengeführt.

„Damit wird das neue KUZ Mattersburg zu einem für das Burgenland bislang einzigartigen Zentrum der Kommunikation, Weiterbildung, Forschung und Literatur – ein Kulturzentrum von völlig neuem Zuschnitt“, so der Landeshauptmann.

„Das ist ein großer Schritt in Richtung Dezentralisierung der Verwaltung und eine Aufwertung Mattersburgs, die nicht bloß symbolisch ist"

Durch die Verlagerung von Archiv und Landesbibliothek werde die Stadt Mattersburg auch zu einer Außenstelle der Landesregierung, sagt Bürgermeisterin Ingrid Salamon: „Das ist ein großer Schritt in Richtung Dezentralisierung der Verwaltung und eine Aufwertung Mattersburgs, die nicht bloß symbolisch ist – immerhin werden damit auch zusätzliche Arbeitsplätze in die Stadt gebracht“, so die Stadtchefin, die den aktuellen Stand auch im Gemeinderat skizzierte.

Erfreulich sei, dass mit der fixierten Saalkapazität von 405 Personen das KUZ in Zukunft - neben dem Kulturprogramm der Kulturbetriebe Burgenland - auch als attraktiver Veranstaltungsort für Stadt und Vereine zur Verfügung stehen werde. „Es ist für Mattersburg extrem wichtig, dass Landeshauptmann Doskozil dieses Projekt neu aufgesetzt und kräftigen Schwung in die Umsetzung gebracht hat“, unterstreicht die Bürgermeisterin.