Claudia Rumpler: „Dankbar für die schönen Jahre“. Die Kindergartenleiterin des Pfarrkindergartens, Claudia Rumpler, trat ihren wohlverdienten Ruhestand an.

Von Richard Vogler. Erstellt am 18. Mai 2019 (02:12)
BVZ
Im Ruhestand. Claudia Rumpler (4.v.r.) wurde von den Kindergartenpädagoginnen Astrid Strodl, Doris Handler, Lilo Fabesch, Jasmin Dürnbeck-Bicknäse, Andrea Michalics, Sarah Pinter, Sabine Horschitz und Bürgermeisterin Ingrid Salamon verabschiedet.

Der 1. Juli ist das offizielle Datum für den Pensionsantritt von Claudia Rumpler, aufgrund ihres Resturlaubes befindet sie sich bereits im Ruhestand. „Schon früh war mir klar, dass ich Kindergartenpädagogin werden wollte. Als Kind habe ich sehr gerne gezeichnet und dieser Beruf hat sehr viel mit Kreativität und Musikalität zu tun.“

Der Ausbildungsweg führte sie nach der vierten Klasse Hauptschule nach Oberwart in die Kindergartenschule und 1977 startete sie im Loipersbacher Kindergarten ins Berufsleben. Im Jahre 1988 wechselte sie in den Pfarrkindergarten nach Mattersburg, wo sie bis zu ihrem Pensionsantritt bleiben sollte und auch ab 1990 die Leitung inne hatte.

Der Unterschied zu früher und heute bei der Kinderbetreuung? „Die Kinder kommen mit ganz anderen Voraussetzungen zu uns. Sie werden etwa ganz früh mit dem Internet und digitalen Medien konfrontiert. Aus dieser Sicht ist es wichtig, dass du sie wieder zur Basis zurückbringst“, berichtet die gebürtige Bad Sauerbrunnerin.

„Wenn man so viele Jahre mit den Kindern zu tun hatte, werden sie einem schon abgehen"

„Unbestritten ist auch, dass die Kinder mit den Eltern weniger Zeit verbringen. Die Anforderungen für die Eltern im Berufsleben sind andere geworden und die Anforderungen an die Kindergartenpädagoginnen ebenso“. Nun steht der Ruhestand am Plan. Bei so einem Job ist es jedoch nicht möglich, sich von heute auf morgen „abzukapseln“. „Wenn man so viele Jahre mit den Kindern zu tun hatte, werden sie einem schon abgehen und meine Kolleginnen werden mir natürlich auch fehlen; ab und zu werde ich noch reinschauen. Ich bin dankbar für die vielen schönen Jahre“, hält Rumpler fest.

Auch im Ruhestand werden Kinder ein fixer Bestandteil ihres Alltages sein – drei Enkelkinder im Alter von sieben und acht Jahren freuen sich, mehr Zeit mit der Oma zu verbringen. „Ich habe mir vorgenommen, einen halben Tag in der Woche für mich selber zu reservieren.“, so Rumpler, die sich dann verstärkt ihrem Hobby, dem Malen und Zeichnen widmen und die Gartenarbeit intensivieren wird. „Mein Mann und ich reisen sehr gerne, nun haben wir mehr Zeit dafür. Dies wird ohne Stress geschehen. Ob Norden oder Süden, wir werden uns einiges anschauen“, so Rumpler abschließend.