Corona-Maßnahmen: Eltern verhalten sich vorbildhaft. 1.420 Kinder sind in Mattersburg für Kindergärten, Volksschule und Unterstufe gemeldet. Am Montag mussten davon lediglich 15 Kinder betreut werden.

Von Richard Vogler. Erstellt am 18. März 2020 (04:31)
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APA (Symbolbild/Keystone)

Bürgermeisterin Ingrid Salamon: „Ein solches Verhalten hilft der Gesellschaft immens, so dass der Virus eingedämmt wird.“
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Eine der Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Virus betrifft die Schulen und Kindergärten. Jugendlichen ab der fünften Schulstufe ist es untersagt, in der Schule zu erscheinen. Für Kinder vom Kindergarten weg bis inklusive Unterstufe wird zwar Betreuung angeboten. Die Eltern werden jedoch gebeten, die Kinder selber zu betreuen. In Mattersburg wird eine sehr geringe Anzahl von Kindern in Betreuung gegeben: Am Montag lediglich 15 von 1.420 Kinder. „Die Eltern verhalten sich sehr vorbildhaft. Ein solches Verhalten hilft der Gesellschaft immens, so dass der Virus eingedämmt wird“, berichtet Bürgermeisterin Ingrid Salamon. In der Volksschule mussten drei von 287 Kindern betreut werden.

„Ich finde es toll, dass die Eltern so agiert haben. Auch wenn sie gewusst haben, dass es eine Möglichkeit für eine Betreuung gibt, werden fast alle Kinder zu Hause betreut“, berichtet Volksschuldirektorin Rafaela Strauß. Beim Heim-Unterricht setzt man in der Volksschule auf Lernmappen in Papierform. „Es kann schon sein, dass es in einem Haushalt nur einen PC gibt und die Kinder nicht zum Computer können“, begründet Strauss diesen Schritt.

„Wir schauen von Tag zu Tag“

Die vier Kindergärten in Mattersburg oder Walbersdorf wurden von 270 insgesamt sechs Kindern besucht. „Wir schauen von Tag zu Tag, welche Betreuungsperson vor Ort ist. Von sieben bis neun Uhr ist die Bringzeit. Wird ein Kind danach gebracht, ist auch die Betreuung gewährleistet. Es wird ein Zettel mit der Telefonnummer ausgehängt, so dass man die Pädagogin anrufen kann und diese dann kommt“, berichtet Doris Handler, die den Kindergarten in der Hochstraße leitet.

In der Neuen Mittelschule waren nur drei von 360 Kinder anzutreffen. „Zwei Lehrer sind ständig in der Schule. Die Kinder erhalten Lernmappen in Papierform und digital“, berichtet Direktorin Uschi Piller. Im Mattersburger Gymnasium sind 503 Kinder für die Unterstufe gemeldet, nur drei wurden am Montag beaufsichtigt. „Die Eltern gehen hier mit einer Vorbildwirkung voran“, so Schulleitterin Gerlinde Mihalits.

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