Ehrenamtlicher Hospizdienst feierte Jubiläum

Erstellt am 07. April 2018 | 04:10
Lesezeit: 3 Min
Dieser Artikel ist älter als ein Jahr
440_0008_7214728_mat14hohospitz.jpg
Das Team. Petra Strodl- Büsser, Friederike Pap, Heidi Köstenberger, Ingrid Wonesch, Josef Binder, Koordinatorin Susanne Horvath, Gabriele Riedl, Margit Strodl, Theresia Bauer, Gabi Sailer, Ingrid Ebner und Hedwig Steiger.
Foto: zVg
Vor Kurzem feierte das 17-köpfige ehrenamtliche Team um Susanne Horvath ein rundes Jubiläum.
Werbung

Seit mehr als zehn Jahren gibt es in der Bezirkshauptstadt – in Kooperation mit dem Burgenländischen Roten Kreuz – den mobilen Hospizdienst. Im Bezirk begleiten 17 ehrenamtliche Mitarbeiter Menschen mit fortschreitender, unheilbarer Erkrankung.

Die Patienten werden durch die Mitarbeiter betreut und den Angehörigen stehen sie entlastend in einer Zeit des Schmerzes, des Abschieds und der Trauer bei. Alleine im Jahr 2017 wurden 18 Patienten aus dem Bezirk begleitet. Dabei werden viele Gespräche über deren Ängste, Sorgen und Hoffnungen geführt.

Mitarbeiter stehen für Aktivitäten oder zum "da sein" zur Verfügung

Die Mitarbeiter des mobilen Hospizdienstes stehen für Aktivitäten oder auch für einfaches nur „da sein“ zur Verfügung. „Wir richten uns ganz nach den Bedürfnissen und Wünschen der Betroffenen, begegnen diesen mit Respekt und Achtsamkeit und unterliegen selbstverständlich der Schweigepflicht“, sagt Koordinatorin Susanne Horvath.

Die 57-Jährige ist seit der Gründung im Jahr 2007 beim Hospizdienst tätig und verfügt über sehr viel Fingerspitzengefühl. „Ich muss mir bei der Einteilung unserer Mitarbeiter überlegen, wer mit wem kann“, erzählt sie. „Jeder, ob Patient oder Angehöriger, hat sich noch herzlich bei uns bedankt, das ist das Schöne an unserer Arbeit. Aber auch die Arbeit mit den Ehrenamtlichen selbst ist wunderschön. Es ist toll, mit ihnen zusammenarbeiten zu dürfen“, lobt die Koordinatorin.

Bedarf an Begleitung steigt von Jahr zu Jahr

Der Bedarf an Hospizdienst-Arbeit steigt von Jahr zu Jahr. Waren es 2016 noch 1.000 ehrenamtliche Stunden, die das Team erbrachte, so stiegen diese 2017 auf 1.500 Stunden.

Die Hospizdienstmitarbeiter besuchen die Menschen, zu denen sie gerufen werden, sowohl in deren privaten Haushalten, als auch in Pflegeheimen. Horvath hebt dabei besonders die gute Zusammenarbeit mit der Villa Martini hervor. Spitäler hingegen haben ihr eigenes Hospizteam.

Wie schafft man diese psychisch sicher sehr belastende Arbeit?, will die BVZ wissen. „Ich arbeite sehr gerne mit und für Menschen und scheue mich auch nicht, mich mit dem eigenen Tod zu beschäftigen“, sagt Susanne Horvath und fügt hinzu „Weil Sterben und Tod für viele ein Tabuthema sind, möchten wir dazu ermutigen, Unterstützung von Hospizbegleitern in Anspruch zu nehmen.“

Werbung