Ehrungen für Huber und Winhofer. Großes Ehrenzeichen des Landes für Landespolizeichef Martin Huber, Gertrude Winhofer zur Medizinalrätin ernannt.

Von Richard Vogler. Erstellt am 07. November 2018 (04:02)
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Das Land Burgenland ehrte vergangene Woche Persönlichkeiten für besondere Verdienste und auch zwei Mattersburger wurden ausgezeichnet: Landespolizeidirektor Martin Huber erhielt das Große Ehrenzeichen des Landes und Doktor Gertrude Winhofer wurde zur Medizinalrätin ernannt.

Huber wurde für seine Verdienste als langjähriger Bezirkshauptmann von Neusiedl am See gewürdigt und für seinen Einsatz für die Sicherheit im Burgenland. Gerade im Bezirk Neusiedl am See war Huber seit der Ostöffnung mit massiven Problemen durch Legale aber vor der illegalen Migration befasst, in seinen Wirkungsraum als BH-Chef fällt auch die große Flüchtlingswelle aus dem Jahre 2015. Huber wuchs bis zu seinem fünften Lebensjahr in Güssing auf, übersiedelte mit seinen Eltern anschließend nach Eisenstadt und hat sich mittlerweile in Walbersdorf niedergelassen.

Start ins Berufsleben an der BH Eisenstadt

Der studierte Jurist war zunächst an der Bezirkshauptmannschaft Eisenstadt tätig, anschließend als Sicherheitsbeauftragter des Landes, war seit 2000 als Bezirkshauptmann in Neusiedl tätig und fungiert nun seit 1. September 2016 als Landespolizeidirektor. Ob er bereits während seines Studiums seinen Berufswunsch auf den Bereich Sicherheit gelegt hat? „Eigentlich nein, an der BH Eisenstadt bin ich zum ersten Mal damit in Kontakt gekommen und ich habe gemerkt, dass mich dieser Bereich interessiert“, erläutert Huber. Die Auszeichnung macht ihn „natürlich stolz. Es ist eine Bestätigung meiner Arbeit. Ein großes Dankeschön gehört an meine langjährigen Mitarbeiter, die mich während meiner Berufslaufbahn unterstützt haben und nun natürlich den burgenländischen Polizisten“, so der dreifache Vater.

Expertin für den Bereich Diabetes

Die Mattersburger Internistin Gertrude Winhofer wurde einerseits für ihre Verdienste im Bereich Diabetes ausgezeichnet. 1988 absolvierte sie für diesen Bereich eine Ausbildung in Deutschland und gab ihre erworbenen Fachkenntnisse schon damals in Vorträgen und Schulungen weiter. Andererseits wurde sie mit der Auszeichnung für ihr Engagement in der Burgenländischen Ärztekammer bedacht. Lange Jahre war sie dort als Fortbildungsreferentin tätig, aktuell übt sie dort das Amt der Finanzreferentin aus. „Als ich gehört habe, dass ich für diese Ehrung vorgeschlagen werde, habe ich gemerkt, dass ich alt werde. Scherz beiseite – natürlich ist dies eine große Anerkennung, die mich sehr stolz macht.“ Der Berufswunsch Ärztin reifte in der Oberstufe im Gymnasium. Nach dem Studium absolvierte sie die Ausbildung zur Allgemeinmedizinerin ab dem Jahre 1981 am Eisenstädter Krankenhaus und seit 1992 ordiniert sie als Internistin in der Mattersburger Hauptstraße. „Man kommt mit vielen Menschen verschiedener Herkunft und verschiedenen Charakteren zusammen, denen man auch helfen kann“, so Winhofer über das Schöne an ihrem Job. Das Pensionsalter hat sie bereits erreicht, das Aufhören hat sie noch nicht in Betracht gezogen. „Solange es Spaß macht, werde ich weitermachen. Ich könnte bis 70 arbeiten, das werde ich aber sicher nicht machen.“ Pläne, was sie in der Rente dann machen wird, gibt es jedoch bereits. „Ich habe zwei ganz liebe Enkelkinder, mit denen werde ich dann noch mehr Zeit verbringen. Eine große Leidenschaft von mir sind auch Sprachen, vor allem Russisch und Englisch, dafür wird mir auch mehr Zeit bleiben“, so Winhofer abschließend.