Mattersburg

Erstellt am 06. Dezember 2018, 04:31

von Richard Vogler

Einheitliche Regelung für Rauchen in der Gastronomie. Mattersburger Gastronomen über die Neuregelung in der Konditorei Harrer und die Situation in ihrem Lokal.

Symbolbild  |  APA

Michael Harrer stellte im Juli auf Nichtraucher um, vor einigen Wochen führte er wieder die alte Regelung mit einem Raucher- und einem Nichtraucherbereich ein. Die Entscheidung wurde via sozialen Netzwerken heftig diskutiert. Nun hörte sich die BVZ bei den Mattersburger Gastronomen um.

„Ich verstehe Michael Harrer voll und ganz. Wenn die Stammgäste ausbleiben, ist man zu diesem Schritt einfach gezwungen. In Österreich gehört einfach eine einheitliche Regelung her“, so Rebecca Radowan. Radowan hat das Badrestaurant dieses Jahr übernommen und führt es nun unter „Rebecca. Restaurant und Bar“. „Für mich war von Anfang an klar, dass es ein Nichtraucherlokal wird. Zigaretten gehören nicht in ein Speiselokal.

Terroir-Chef Peter Dirnbauer findet, dass „Michael Harrer es noch länger probieren hätte sollen. Ich selbst führe meine Bar als Nichtraucherlokal und bin zufrieden, dass ich diese Wahl getroffen habe.“

Florianihof-Geschäftsführer Alfred Bandat will den Schritt von Harrer „nicht beurteilen. Es war eine rein wirtschaftliche Entscheidung. Bei uns im Florianihof gibt es schon länger beide Bereiche.“

„Es wäre wünschenswert, wenn man bei der Gastronomie eine einheitliche Regelung findet"

Attila Dörszönyi, er führt die Heiling Eiskonditorei in der Judengasse, versteht nicht, dass „Stammkunden ausgeblieben sind. Stammkunden kommen wie bei uns zumeist wegen der guten Qualität oder den Mitarbeitern. Ich habe es nicht in Ordnung gefunden, dass die Kinderecke im Rauchbereich gewesen ist.“

Holger Stefanitsch führt das Peacock seit Juni dieses Jahres. „Es wäre wünschenswert, wenn man bei der Gastronomie eine einheitliche Regelung findet. Bei uns gibt es einen Nichtraucherbereich und einen für die Raucher, der auch gut angenommen wird.“

Michael Kappler betreibt gemeinsam mit Daniela Berger das Beetlejuice im Fachmarktzentrum Arena. „Als er auf Nichtraucher umgestellt hat, war mir klar, dass so was nicht geht. Er hat als Gäste die alte Garde und wäre in Schönheit gestorben. Ich kann seinen Schritt, wieder umzustellen, nachvollziehen und vergönne ihm, dass es wieder funktioniert. Bei uns gibt es zwei getrennte Bereiche. Man merkt, dass es immer weniger Raucher gibt“, berichtet Kappler.