Eröffnung für 2020 geplant: Apotheke statt „Schenke“. An der Ecke Michael Koch-Straße / Wedekindgasse werden neben der Apotheke eine Drogerie, ein Lokal, Arztordinationen und Wohnungen gebaut.

Von Richard Vogler. Erstellt am 07. Februar 2018 (05:38)
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Zukunft und Gegenwart. Dort, wo sich einst die Martinischenke befand, wird ein Groß-Projekt umgesetzt. Da es mit den Anrainern der benachbarten Wohnungen keine Widerstände gab, gab die Oberwarter Siedlungsgenossenschaft „Grünes Licht“ für die Umsetzung.
OSG

Am Mega-Projekt an der Ecke Michael Koch-Straße / Wedekindgasse wird bereits länger getüftelt. Seit vergangener Woche ist es amtlich, dass es auch umgesetzt wird.

Das Schaubild (siehe oben) ist imposant – Pharmazie, Medizin, Gastro sowie Wohnraum werden dort auf vier Etagen vereint sein. Das Erdgeschoß ist für Apotheke plus Drogerie (310 Quadratmeter), ein Lokal (75 Quadratmeter) sowie eine weitere Einheit für ein Geschäftslokal vorgesehen.

Reinhard Draschtak fungiert als Projektinitiator, die Oberwarter Siedlungsgenossenschaft als Bauträger. Nachdem es bei der Mieterversammlung Heuer gibt es die Planungsphase, im kommenden Jahr wird der Spatenstich erfolgen und 2020 will man mit dem Bau fertig sein.
Vogler

Im ersten Obergeschoß sind Räume für Arztordinationen sowie vier Wohneinheiten geplant, auf den Obergeschoßen zwei und drei werden insgesamt 18 Wohneinheiten gebaut werden und eine Tiefgarage mit 34 Pkw- sowie vier Behindertenparkplätze wird für die Mieter zur Verfügung stehen. Langwierige Verhandlungen waren notwendig, um das Projekt in die Wege zu leiten.

2015 wurde vom Projektinitiator, Wirtschaftsprüfer und Steuerberater Reinhard Draschtak, die ehemalige Martini-Schenke von Stefan Zach gekauft, danach das benachbarte Lokal „Rucki Zucki“ und in weiterer Folge drei weitere angrenzende Liegenschaften.

„Grünes Licht“ nach Mieterversammlung

Als Bauträger wird die Oberwarter Siedlungsgenossenschaft fungieren. Vergangene Woche gab es eine Mieterversammlung mit den Bewohnern der benachbarten OSG-Wohnungen. „Wir wollten ausloten, wie das Bauprojekt von den Nachbarn angenommen wird. Nachdem es keinen Widerstand gibt, werden wir es umsetzen“, berichtet Alfred Kollar, Geschäftsführer der Oberwarter Siedlungsgenossenschaft, um nun auch den Zeitplan zu skizzieren: „Heuer gibt es die Planungsphase, 2019 wird mit dem Bau gestartet und 2020 soll die Fertigstellung erfolgen.“ Zu klären gilt noch die Parksituation. „Wir sind auf der Suche nach Parkplätzen in der Umgebung“, so Kollar.

„Wir sind auf der Suche nach Parkplätzen in der Umgebung“

Die OSG ist also der Bauträger, Draschtak wird die Verhandlungen mit den möglichen Apothekern, Ärzten oder Gastronomen führen. Wie Draschtak auf die Idee kam, dieses Projekt umzusetzen? „Bei den Spielen des SVM war die Martinischenke ein idealer Standort für ein Gastronomieangebot, so hat sich die ganze Sache entwickelt“, berichtet Draschtak, um die Pläne im Detail zu erläutern: „Es wird fünf Räume für Ordinationen geben. Unterm Strich könnten wir zwischen 20 und 30 Ärzte unterbringen, die sich die Räume teilen.“

Platz für mehr als 20 Ärzte

Dass eine Aptoheke kommen wird, ist beschlossene Sache, der Betreiber ist noch offen. „Ein Partner von uns hat die Konzession schon vor langer Zeit beantragt und im Jahre 2015 einen positiven Bescheid erhalten. Fünf Jahre ist dieser gültig, 2020 muss die Apotheke also eröffnen“, so Draschtak. Neben Gesprächen mit seinem Partner gibt es laut Draschtak Kontakt zur Salvator-Apotheke.

Dies wird von Seiten der Mattersburger Apotheke bestätigt. „Ja, es hat ein Gespräch gegeben, mehr nicht. Hier ist noch nichts ausgereift. Natürlich wären wir an einer guten Zusammenarbeit interessiert“, wird von dort berichtet.