Felix Austria versichert: Keine Kündigungswelle. Anonymes Schreiben weist auf Kündigungen der „Gurkerllinie“ in Mattersburg hin. Felix dementiert: Keine nennenswerten Entlassungen.

Von Doris Fischer. Erstellt am 17. September 2020 (05:02)
Arbeitgeber. Je nach Auftragslage sind mehr oder weniger Saisonarbeiter beschäftigt. Im Durchschnitt wird laut Felix ein Mitarbeiterstand von 200 bis 220 Personen gehalten.
BVZ

Überrascht und verärgert zugleich zeigt sich eine Mitarbeiterin des „Ketchup-Riesen“ Felix über die Aussage, dass es zu keinen nennenswerten Kündigungen im Betrieb durch die Auslagerung der Gurkerlproduktion nach Znaim (Tschechien) kommt (Die BVZ berichtete) .

„Da meine Frau in dieser Firma arbeitet, wurde nicht nur sie, sondern alle Mitarbeiter der Produktion – Gemüse, Gurkerl etc – zur Kündigung ausgeschrieben“, ließ der Mann der Mitarbeiterin wissen. Dem entgegnet Marketingleiter Gulliver Wagner auf BVZ-Anfrage, dass „es zu keinen nennenswerten Änderungen“ kommt. Demnach wird es je nach Bedarf Kündigungen geben. Es gibt jährlich eine Schwankung von zehn Prozent, was das Personal anbelangt.

Aber eines ist laut Wagner fix: Es wird keine Entlassungswelle geben. Im Schnitt bleibt der Personalstand bei 200 bis 220 Personen. Und auch Wirtschaftslandesrat Leonhard Schneemann meldet sich zu Wort: „Das Burgenland bietet attraktive Rahmenbedingungen für Firmen, wie zum Beispiel durch gut ausgebildete Facharbeiter. Die Investition in moderne Technologie ist gerade in Zeiten von Corona sehr wertvoll. Wir als Land wollen Firmen bestmöglich in ihrem Wachstum unterstützen und begleiten“, so Landesrat Leonhard Schneemann. In den nächsten Tagen soll es zu Gesprächen zwischen dem Landesrat und der Geschäftsführung zu den mittelfristigen Expansionsplänen kommen.

„In wirtschaftlich angespannten Zeiten ist es besonders wichtig, alles zu unternehmen, um zusätzliche Arbeitsplätze für das Burgenland zu schaffen. Hier sehe ich Felix Austria als wichtigen Partner“, so der für den Arbeitsmarkt zuständige Landesrat Dr. Leonhard Schneemann abschließend.