"Hacienda" wird mit neuer Pächterin zur "Pazzeria". Patrizia Venturelli und Simon eröffnen am Freitag ihre „Pazzeria“ in Mattersburg und wollen kleine Veranstaltungen im Kunst-Bereich umsetzen.

Von Richard Vogler. Erstellt am 18. Juni 2020 (05:30)
Dieser Artikel ist älter als ein Jahr
Kunst und Gastronomie. Pächterin Patrizia Venturelli und Geschäftsführer Simon Aufner werden die Gäste mit Pizzen versorgen, wobei ein italienischer Pizzakoch die Speisen zubereiten wird. Die beiden wollen kleine Veranstaltungen im Bereich Musik und Bildnerische Kunst organisieren. 
Richard Vogler

Das Lokal am Stadtrand in Richtung Forchtenstein, die „Hacienda“, hat eine neue Pächterin. Die aus Italien stammende und in Wien wohnhaft Patrizia Venturelli wird als Pächterin gemeinsam mit dem Mattersburger Simon Aufner das Lokal unter dem Namen „Pazzeria“ führen.

„Wir sind eigentlich zufällig darauf gekommen. Wir haben erfahren, dass das Lokal zu verpachten ist. Wir haben sofort gesehen, dass das Lokal Potenzial hat“, berichtet Aufner. Geplant war, schon im März zu eröffnen, Corona machte diesem Vorhaben jedoch einen Strich durch die Rechnung. Am Freitag dieser Woche ist es jedoch soweit, dann wird die Pazzeria eröffnen. Die erste Woche soll als „Anlaufphase“ dienen, die offizielle Eröffnung ist für den 26. Juni angesetzt. Der Namen deutet bereits die Richtung des Lokales an. „Es wird hauptsächlich Pizzen geben. Vier Sorten werden wir immer offerieren, beim restlichen Sortiment will man variieren. Auf den Namen des Lokals angesprochen, erklärt Venturelli: „Pazzo wird ins Deutsche mit verrückt übersetzt – eben eine Verrückteria“.

Die Gäste können sich auf eine neue Infrastruktur freuen. „Der ganze Geschäftsbereich, die Küche und die Toiletten wurden neu gestaltet“, berichtet Aufner. Die Neo-Pächterin stammt aus Bergamo, ist seit vielen Jahren in der Gastronomie tätig und lebt seit neun Jahren in Österreich, wohnhaft ist sie in Wien, wo sich die beiden Geschäftspartner auch kennengelernt haben. Die wirtschaftliche Lage ist infolge der Corona-Krise aktuell nicht ideal, vor allem die Gastronomie blickt in eine ungewisse Zukunft.

„Natürlich ist uns das bewusst und wir hätte uns andere Umstände gewünscht. Wir glauben jedoch an unser Konzept“, berichtet Aufner. Die Kulinarik ist der eine Part, den zweiten erkennt man bereits wenn man von Forchtenstein kommend in Richtung Hacienda fährt: Dort wurden einige kunstvoll gestaltete Zelte aufgestellt. „Wir beide sind viel in der Musikszene unterwegs und haben einen Hang zur Kultur“, berichtet Aufner, um weiter auszuführen: „Wir werden einen Verein für Kunst und Kultur gründen. Wir wollen auch kleine Veranstaltungen in Richtung Bildnerische Kunst und Musik machen“, so Aufner.

Das Lokal bleibt nach wie vor ein saisonaler Betrieb, behördliche Auflagen ermöglichen eine Öffnung lediglich von April bis Oktober, die Öffnungszeiten werden von 11.30 bis 22.30 Uhr sein, Montag ist Ruhetag.