Kindergarten: Plan für Neubau

In Mattersburg soll eine neue Kinderbetreuungseinrichtung entstehen. Die Stadtgemeinde steht am Anfang der Planungen.

Richard Vogler
Richard Vogler Erstellt am 14. Dezember 2016 | 05:53
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Gruppe Kinder mit Bilderbuch im Kindergarten
Foto: NOEN, Robert Kneschke (80679086)

Für die Kinder des Mattersburger Kindergartens kann Entwarnung gegeben werden: Auch ab dem Herbst wird es ausreichend Betreuungsplätze in der Bezirkshauptstadt geben – die Stadtgemeinde plant den Bau eines neuen Kindergartens. Auslöser für das Vorhaben der Stadtgemeinde, einen Neubau zu errichten, ist die ungewisse Zukunft des Pfarrkindergartens. Das Gebäude ist in die Jahre gekommen, eine Sanierung steht hier nicht zur Diskussion – einzige Option ist ein Neubau an einem anderem Standort.

Die Finanzierung der neuen Kinderbetreuungseinrichtung könnte nun an der Pfarre scheitern: Diese müsste einen anteiligen Betrag zwischen 700.000 und 800.000 Euro aufbringen.

In Mattersburg genügend Plätze

„Es gibt dazu einen Pfarrgemeinderatsbeschluss, diese Kosten für den Neubau können wir nicht aufbringen“, berichtet Pfarrer Werner Riegler, der auch versichert, dass „zunächst auch noch ab dem kommenden Herbst die Kinder im Pfarrkindergarten betreut werden können.“
Von Seiten der Diözese ist dies im Moment kein offizielles Thema. „Bei solchen Bauvorhaben müssen die Pfarren einen konkreten Projektantrag stellen.

Dieser ist bei uns nicht eingegangen“, berichtet Dominik Orieschnig, Pressesprecher der Diözese Eisenstadt. Für die Mattersburger Kinder wird es auf jeden Fall in Mattersburg auch genügend Plätze geben: „Der Plan für den Bau eines Kindergartens ist beschlossen“, berichtet SPÖ-Bürgermeisterin Ingrid Salamon. Hierbei befindet man sich in der Anfangsphase, ein Standort muss noch gefunden werden.

ÖVP-Vizebürgermeister Michael Ulrich versteht die Entscheidung der Pfarre. „Nun muss die Politik eingreifen und unterstützen. Unsere Kinder und deren Eltern brauchen diesen Kindergarten – wir als ÖVP wollen den Pfarrkindergarten erhalten“, fordert Ulrich.