Koch-Straße: Zuschlag erteilt

Drei Gebäude im Mattersburger Zentrum haben – vorbehaltlich Zustimmung Gläubigerausschuss – neuen Besitzer.

Erstellt am 08. Juli 2021 | 04:59
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Das ehemalige Penzes-Geschäft, das Gebäude wo die Volksbank untergebracht war samt Kleingebäuden im Innenhof sowie das einstige Vorhangstudio der Familie Köller standen im Besitz der Commerzialbank.
Foto: Richard Vogler, Richard Vogler

Am Mittwoch kommender Woche jährt sich der Jahrestag der Commerzialbank-Affäre. Schon länger sind die Masseverwalter „am Werk“ und ein Großteil der Immobilien wie zum Beispiel der Florianihof, der einst dazugehörige „Florianihof-Parkplatz“ oder auch diverse Bank-Filialen wurden verkauft.

Zwei Verfahren sind hingegen noch nicht komplett abgeschlossen: Eines betreffend Liegenschaften in der Mattersburger Michael Kochstraße und jenes für die Filiale in Schattendorf.

„Die Liegenschaften in der Kochstraße gehörten einer Immobilientochter der Bank, die Commerzialbank Immobilien Gmbh. Hierbei gibt es zu allen noch nicht abgeschlossenen Verkäufen angenommene Angebote, ‚technisch‘ ist dies noch nicht abgewickelt. Einen Zuschlag hat es jedoch bereits gegeben“, berichtet Masseverwalter Gerwald Holper (Kosch & Partner Rechtsanwälte)“ Dies bedeutet, dass – sofern vom Käufer noch nicht eingebracht – Bankgarantien gelegt werden müssen und in weiterer Folge die Richterin und der Gläubigerausschuss das Angebot „absegnen“ müssen.

Im konkreten sind dies die Gebäude Wienerstraße 2 (ehemaliges Penzes-Waffengeschäft), der Martinsplatz 5 (ehemaliges Volksbank-Gebäude, zu diesen beiden Liegenschaften gehörten noch diverse Kleingebäude im Innenhof. Und auch für die Michael Kochstraße 1 (Stammhaus der Firma Koch) sowie die Michael Kochstraße 5 (ehemaliges Vorhangstudio der Familie Köller) wurde der Zuschlag erteilt. Zwischen dem großen Areal in der Kochstraße (geplantes Impuls-Zentrum von Martin Pucher, bereits verkauft) und der Wienerstraße gibt es somit zwei Gebäude (Kochstraße 3 und Kochstraße 7), die sich noch in Privatbesitz befinden.

Die BVZ erreichte den Unternehmer, der den Zuschlag erhielt, am Telefon. Dieser will namentlich nicht genannt werden. „Der Kauf ist noch nicht zu 100 Prozent unter Dach und Fach, aktuell möchte ich dazu auch nichts sagen“, so dessen Antwort auf mögliche Pläne mit den Immobilien.

Die Bankfilialen sind bereits verkauft, bis auf eine: Jene in Schattendorf. „Diesbezüglich wird es noch ein Versteigerungsverfahren beim Bezirksgericht Mattersburg geben. Für gewöhnlich, wenn es mehrere Interessenten gibt, erhält der Bestbieter den Zuschlag. Wenn das Interesse nicht so groß ist – wie in diesem Fall – hat man die Möglichkeit, ein Versteigerungsverfahren einzuleiten. Wann es dieses Verfahren für die Schattendorfer Filiale gibt, ist noch offen“, so Holper. Dem Vernehmen nach hat es bereits zwei „Anläufe“ gegeben, die Immobilie an den Mann zu bringen – ohne Erfolg.

Wer auf jeden Fall kein Interesse an der Filiale hat, ist die Gemeinde Schattendorf. „Hier ist das Problem, dass man das Gebäude von Null weg sanieren müsste. Es ist ein altes Gebäude, welches noch Stromheizung besitzt, es gibt auch rundherum keine optionalen Liegenschaften für Parkplätze“, erläutert Vizebürgermeister Thomas Hoffmann. besitzt noch Stromheizung.“