KUZ-Umbau: Gegner geben nicht auf

Heute Mittwoch endet die Einspruchsfrist für das Gutachten des Bundesdenkmalamtes zum Umbau des Kulturzentrums.

Richard Vogler
Richard Vogler Erstellt am 14. Dezember 2016 | 12:37
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Fordern eine Wende. ÖVP-Vize Michael Ulrich, Sonja Sieber (Grüne), Peter Pregl (Liste Zukunft Mattersburg) (Foto links) sowie Wolfgang Spitzmüller (Grüne) (Foto unten).
Foto: BVZ, Vogler / Bauer

Heute Mittwoch endet die Einspruchsfrist für den Bescheid des Bundesdenkmalamtes zum Neubau des Kulturzentrums. Gibt es keinen Einspruch, so wird nach aktuell vorliegendem Plan gebaut. Die Gegner jenes Neubaues, wie er wie geplant durchgezogen werden soll, machten vergangene Woche mobil.

Landtagsabgeordneter Wolfgang Spitzmüller von den Grünen etwa verwies unter anderem auf die Organisation „Docomomo“, die sich für die Erhaltung wichtiger moderner Baudenkmäler einsetzt und sich gegen den aktuellen Plan ausspricht. Laut Spitzmüller werde ein von der Belig in Auftrag gegebenes Gutachten unter Verschluss gehalten und jenes vom Bundesdenkmalamt sei widersprüchlich.

„Wir werden sicherlich nicht wieder von vorne anfangen"

Die Mattersburger Opposition – Grüne, ÖVP und LZM (Liste Zukunft Mattersburg) tönen ins selbe Horn: „Die Ausschreibung von SPÖ-Landesrat Bieler sei so gesteuert, dass ein Abriss wichtiger Teile die Voraussetzung für die Neugestaltung ist.“ Neben der Kritik fordert man von SPÖ-Bürgermeisterin Ingrid Salamon, gegen den Bescheid des Bundesdenkmalamtes Einspruch zu erheben. Davon wird Salamon nicht Gebrauch machen: „Wir werden sicherlich nicht wieder von vorne anfangen. Es wurde ein Schritt nach dem anderen getätigt und nun gibt es einen Bescheid vom Bundesdenkmalamt.

Das Kulturzentrum ist wichtig für die Stadt, ich sehe mich verpflichtet, dass es nun rasch zum Umbau kommt“, so Salamon. Auch Kulturlandesrat Helmut Bieler denkt nicht daran, das Projekt neu aufzurollen. „Das Bundesdenkmalschutzamt hat sein Gutachten abgegeben. Unser Ziel ist, das Mattersburger Kulturzentrum schnellstmöglich wieder aufleben zu lassen“, heißt es aus dem Büro von Bieler.