Nach Kindergarten-Brand: Stadt kommt für Schäden auf. Anrainer können sich bei der Stadtgemeinde melden. Bislang (Stand Montag) gab es noch keine Forderungen.

Von Richard Vogler. Erstellt am 26. September 2018 (04:33)
Mayer
Der Kindergarten in der Hochstraße vor dem Brand und das Gelände nach den Aufräumungsarbeiten. Die Übung war vorgesehen, da bereits am kommenden Montag mit den Abrissarbeiten begonnen werde hätte sollen, weil ein neuer Kindergarten auf dem Areal gebaut wird. Die Abrissarbeiten der Firma Handler, die als Generalunternehmer von der Gemeinde beauftragt wurden, sind nun nicht mehr nötig.   Fotos: Mayer

Dunkle Rauchschwaden stiegen Samstagnachmittag vergangener Woche auf und waren noch von Weitem zu erkennen. Die Stadtfeuerwehr Mattersburg hielt im leeren Hochstraße-Kindergarten eine Übung ab. In einer Blechwanne wurde ein Feuer entfacht und Funken sprangen in die Zwischendecke.

„Das Problem war, dass das Flachdach mit Blech abgedeckt war und wir dadurch nur sehr wenig Wasser reinspritzen konnten“, berichtete Bezirksfeuerwehrkommandant Adi Binder. Rund 150 Feuerwehrmänner waren in weiterer Folge im Einsatz. Sonntag in der Früh war das Feuer komplett gelöscht und die „Aufräumarbeiten“ wurden noch am selben Tag abgeschlossen. Von der starken Rauchentwicklung waren auch zum Teil die Gebäude der Nachbarschaft betroffen. Schäden werden jedoch von der Gemeinde getragen.

„Etwaige geschädigte Anrainer können sich bei der Gemeinde melden“, berichtet Bürgermeisterin Ingrid Salamon. Bislang (Stand Montagnachmittag) gab es keine Schadenersatzforderungen. Von Seiten der Stadtgemeinde wurde den Anrainern auch angeboten, im Florianihof zu übernachten. Josef Penzes wohnt gleich vis-a-vis vom Kindergarten. „Ich habe am Nachmittag das Fenster gekippt. Bald haben wir den Rauch gemerkt und haben die Fenster dann wieder geschlossen. Wir hatten dann etwas Kopfweh und uns war schwindelig“, berichtet der Anrainer, der sich am Montag noch verärgert zeigt: „Wir haben noch immer den Rauchgestank bei uns im Haus, die Wohnqualität am Samstag und Sonntag war gleich Null.“ 

„Wir waren nicht so stark vom Rauch betroffen, wie andere Nachbarn. Unsere Fassade ist dennoch etwas grau“

Penzes will einen Sachverständigen beauftagen, um etwaige Schäden zu eruieren. Auf der anderen Seite gegenüber des Kindergartens wohnen Eveline und Franz Wilfing. „Ich war tags- über nicht zu Hause, aber ich habe natürlich vom Brand erfahren“, berichtet Eveline Wilfing, um weiter auszuführen: „Uns hat ein Bekannter, der bei einer Berufsfeuerwehr tätig ist, geraten, nicht im Haus zu übernachten. Er hat uns gesagt, dass die Gefahr einer Kohlenmonoxidvergiftung besteht. Ich und meine Kinder haben dann auswärts übernachtet.“ Margarete Koller wohnt auch in der Hochstraße.

„Wir waren nicht so stark vom Rauch betroffen, wie andere Nachbarn. Unsere Fassade ist dennoch etwas grau“, so Koller. Menschen wurden beim Brand nicht verletzt und Bürgermeisterin Ingrid Salamon bedankt sich „bei den Einsatzkräften für die professionelle Arbeit. Die Einsatzkoordination aller Blaulichtorganisationen war perfekt.“